Jetzt wachsen Titelhoffnungen

SG Flensburg-Handewitt schlägt Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen im Verfolgerduell der Handball-Bundesliga mit 30:27

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20. März 2013, 10:04 Uhr

Flensburg | Das war ein Mittwoch ganz nach dem Geschmack der SG Flensburg-Handewitt. Der deutsche Handball-Vizemeister bezwang im Duell der Verfolger den Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen mit 30:27 (16:16), während Spitzenreiter und Titelverteidiger THW Kiel bei Frisch Auf Göppingen mit 29:33 strauchelte. Nach Minuspunkten jetzt gleichauf mit den "Löwen" und nur noch zwei Zähler hinter den "Zebras" - in Flensburg gedeihen plötzlich Titelhoffnungen.

6300 Zuschauer in der ausverkauften Flens-Arena sahen ein intensives und emotionales Spitzenspiel, in dem die "Löwen" dem Gastgeber lange Zeit zu schaffen machten mit ihrer aggressiven Abwehr. 8:5 führten die Gäste nach zwölf Minuten gegen eine SG, die im Angriff zu statisch und zu ungeduldig spielte. Das wurde erst nach einer Auszeit besser (9:9). Doch nach der ersten Zeitstrafe gegen Olafur Gustafsson lag der Tabellendritte erneut mit drei Toren hinten (10:13). Dann endlich kam die Flensburger Offensive in Schwung, entdeckte vor allem Jacob Heinl am Kreis, der vier Tore selbst erzielte und einen Siebenmeter herausholte. So wendete sich das Blatt. 16:15 lag die SG kurz vor der Pause wieder vorn, kassierte aber noch einen unnötigen Gegentreffer von Schmid zum Pausenstand.

Im Gegensatz zum Pokalspiel vor sechs Wochen spielten die Torhüter diesmal keine überragende Rolle. Mat tias Andersson fand schwer in die Partie, hatte zur Halbzeit dennoch mit sieben Paraden drei Bälle mehr abgewehrt als seine Gegenüber Landin und Stojanovic.

Spannung pur herrschte auch im zweiten Durchgang. Die SG-Defensive steigerte sich und mit ihr auch Andersson im Kasten, aber die "Löwen" hielten dagegen. Nach 39 Minuten führte Flensburg 21:19, nach 48 Minuten 24:21. Doch der Tabellenzweite war beim 24:23 (50.) wieder dran. Als die SG in Überzahl erneut auf 26:23 davonzog und Eggert mit einem glücklich verwandelten Siebenmeter zum 27:23 nachlegte, war der Widerstand der "Löwen" gebrochen. Über 29:25 siegte die SG mit 30:27 und bleibt daheim in dieser Saison weiter ungeschlagen.SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rudeck (bei einem Siebenmeter) - Karlsson, Machulla (n.e.), Eggert (10/7), Glandorf (5), Mogensen (4), Svan Hansen (1), Weinhold (3), Heinl (4), Gustafsson (2), von Gruchalla (n.e.), Kaufmann (1), Knudsen.

Rhein-Neckar Löwen: Landin, Stojanovic - Schmid (5/4), Roggisch, Sesum (2), I. Guardiola, Sigurmannsson (4), Myrhol (5), Kretschmer (n.e.), Groetzki (5), Schmidt, G. Guardiola, Petersson (6), Bitz.

Schiedsrichter: Harms/Mahlich (Magdeburg). - Zeitstrafen: 3:5- 7m: 7:4. - Zuschauer: 6300.

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