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Sportpolitik : Internationale Pressestimmen zur IOC-Wahl

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SCHWEIZ:«Neue Zürcher Zeitung»: «Noch immer ist die westliche Welt und namentlich Nordamerika die Triebfeder des internationalen Sports. Sechs der zehn Hauptsponsoren kommen aus den USA, der amerikanische Markt generiert über 50 Prozent der Fernseheinnahmen.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 12:17 Uhr

Auf diesen fusst letztlich der Reichtum, an dem das IOK seine Mitgliedverbände und die nationalen olympischen Komitees teilhaben lässt. Nun wird mit Thomas Bach ein Mann Präsident, der im Verdacht steht, ein Zuträger für einen schwerreichen Araber zu sein, der vor allem am eigenen Renommee interessiert ist. An Bach liegt es nun zu beweisen, dass er mehr als ein Strohmann ist.»

«Tages-Anzeiger»: «Weil er ein Insider mit intimsten Kenntnissen in alle entscheidenden IOK-Bereiche ist, kann seine Wahl als konsequent und logisch bezeichnet werden. Nur wer die Stärken und Schwächen der eigenen Organisation kennt, vermag sie auch voranzubringen. Was nach einer exzellenten Ausgangslage klingt, muss in den nächsten Jahren aber keineswegs in Erfolge münden. Gerade die vergangenen Monate zeigten: Thomas Bach ist der unbekannte Bekannte geblieben, der er stets war.»

ÖSTERREICH:«Kronen Zeitung»: «Erstmals in der IOC-Geschichte ein Deutscher "Herr der Ringe"»

«Kurier»: «Auf den neuen starken Mann an der Spitze der olympischen Bewegung kommen sofort zahlreiche Herausforderungen zu. Die Winterspiele in knapp fünf Monaten in Sotschi sind durch drohende Terroranschläge, Menschenrechtsverletzungen und das heftig kritisierte Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland schon jetzt schwer belastet. Substanzielle Bauverzögerungen in Rio de Janeiro bereiten dem IOC vor den Spielen 2016 Sorgen.»

«Salzburger Nachrichten»: «Mögen viele Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees fragwürdig und unlogisch sein - die Wahl von Thomas Bach zum neuen IOC-Präsidenten war in Buenos Aires wahrlich keine Überraschung. Der 59-jährige bisherige Vizepräsident der mächtigsten Sportorganisation der Welt gilt als Netzwerker und Strippenzieher.»

SPANIEN:

«El País»: «Das IOC bleibt unter dem Kommando der Europäer.»

«El Mundo»: «Das IOC bekommt einen Präsidenten mit Florett. Bach war Fechtmeister und Anwalt von Adidas.»

«La Vanguardia»: «Thomas Bach gewinnt sein olympisches Gold.»

«Marca»: «Thomas Bach ist der neue Olympia-Papst.»

PORTUGAL:

«Público»: «Anders als Rogge im Jahr 2001 nach dem Korruptionsskandal von Salt Lake City übernimmt (Bach) eine Organisation, die in ruhigen Gewässern segelt und ihre finanzielle Situation immens verbessert hat. Ende 2012 hatte das IOC in seinen Kassen 683 Millionen Euro.»

FRANKREICH:

«Libération»: «Thomas Bach auf dem Dach des Olymp»

«L'Équipe»: «Bach ist diskret, geschickt und er besitzt Antizipationsvermögen - und die Methode des früheren Fechters hat sich bewährt. Nun werden auch der Ton und die Autorität als Präsident auf die Probe gestellt. Wird es ihm gelingen, Neuerungen einzuführen und Impulse zu geben sowie gleichzeitig die Einheit der Bewegung zu erhalten? Manche zweifeln daran. Im IOC hofft es jeder.»

«Le Figaro»: «Bach wird nicht viel Zeit haben, um seinen Erfolg auszukosten. Dem IOC geht es finanziell gut, aber mit den Olympischen Spielen von Sotschi und Rio de Janeiro gibt es Baustellen, die weiter Sorgen bereiten.»

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