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13. Dezember 2017 | 00:57 Uhr

Imposante Solofahrt zum Heimsieg

vom

Ferrari-Pilot Alonso gewinnt souverän den Großen Preis von Spanien / Vettel nach Platz vier sauer: "Harter Reifen war ein Griff ins Klo"

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Barcelona | Nach dem Rückschlag im Titelrennen konnte sich Sebastian Vettel den Seitenhieb in Richtung Pirelli nicht verkneifen. "Der neue harte Reifen war ein Griff ins Klo", stellte der dreimalige Formel-1-Champion nach seinem vierten Platz beim Grand Prix von Spanien mit Blick auf den Gummi-Hersteller angesäuert fest. "Ich war ein bisschen angefressen Mitte des Rennens, als ich merkte, dass drei Stopps nicht drin waren, und die Box darauf bestand, dass die Reifen doch länger halten sollen. Als Fahrer kann man da nichts aus der Wundertüte ziehen."

Die ausgelassene Siegesfeier von Lokalmatador Fernando Alonso musste Vettel aus der Ferne miterleben. Ausgelassen schwenkte der Ferrari-Pilot nach seinem 32. Grand-Prix-Sieg die spanische Flagge. Vettel verpasste in seinem Red Bull dagegen das Podium. Sein derzeit schärfster WM-Rivale, Lotus-Pilot Kimi Räikkönen, rückte ihm im Titelrennen dicht auf die Fersen. Der Finne fuhr in Barcelona als Zweiter durchs Ziel. Felipe Massa vervollständigte mit Rang drei in Barcelona die roten Festspiele für Ferrari.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner war nicht ganz unzufrieden. "Sebastian hat alles gegeben. Die Reifen waren heute der Schlüsselfaktor. Wir haben zu viel an den vorderen Pneus verloren", analysierte der Brite. "Es ist im Moment ein bisschen wie Schach. Und Schach ist nicht unbedingt so ein toller Zuschauersport."

Jubel dagegen bei Ferrari. "Es war ein fantastisches Rennen. Wir sind alle glücklich, die Fans haben natürlich eine Menge geholfen", meinte Alonso.

Trotz silberner Startreihe eins reichte es für Nico Rosberg am Ende gerade mal zu Rang sechs. "Das ist einfach unerklärlich momentan. Ich bin so weit weg von dem, was mein Auto kann, um Reifen zu schonen", zog Rosberg ein bitteres Fazit. "Sechster Platz ist jetzt aber nicht die komplette Katastrophe." Sein Teamkollege Lewis Hamilton musste sich im zweiten Mercedes gar mit Platz zwölf begnügen. Force-India-Pilot Adrian Sutil fuhr nach 66 Runden als 13. durchs Ziel. Sauber-Mann Nico Hülkenberg belegte Position 15.

Titelverteidiger Vettel führt vor dem Grand Prix von Monaco in zwei Wochen weiter die WM-Wertung mit 89 Punkten an. Räikkönen (85) liegt als Zweiter nur vier Zähler hinter dem Heppenheimer. Nach seinem zweiten Saisonsieg ist Alonso (72) Dritter vor Hamilton (50).

Nachdem der von Platz fünf gestartete Spanier in der zehnten Runde die Führung übernahm, brandete frenetischer Jubel unter den mehr als 90 000 Fans an der Strecke in Montmeló auf. Alonso baute an der Spitze seine Position Umlauf für Umlauf aus. Mit den Zeiten des zweimaligen WM-Champions konnte auch Verfolger Vettel kaum mithalten. "Pass auf deine Pneus auf", funkte die Box an den Heppenheimer. Hamilton hingegen ließen seine Reifen fast komplett im Stich. "Ich kann nicht mehr langsamer fahren", flüchtete sich der Brite in Galgenhumor. An der Spitze spulte Alonso souverän ein starkes Rennen ab und feierte am Ende seiner One-man-Show den zweiten Sieg in Barcelona nach 2006.

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