Immer Ärger mit der Flensburger Fangruppe "Ultras"

shz.de von
15. April 2013, 03:59 Uhr

Hamburg | Am Rande des ersten Halbfinales zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem HSV Hamburg kam es zu unrühmlichen Szenen, in die einmal mehr die Flensburger Fangruppe "Ultras" verwickelt war. Dabei wurden Bierbecher vom Oberrang geworfen und Werbebanden beschädigt. Die Hallen-Sicherheitskräfte konnten die Randalierer nicht bändigen, daraufhin schritt die Polizei ein. Im Handgemenge wurde ein Flensburger Fan am Kopf verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, ein Polizeibeamter erlitt durch Fußtritte Prellungen am Arm. Vier Krawallmacher wurden vorübergehend festgenommen. 20 Personen wurden unter Polizeiaufsicht aus der Halle geführt und nach Aufnahme der Personalien mit einem Bus zum Bahnhof gebracht.

Dies wurde notwendig, da sich die Randalierer nach Auskunft von Hauptkommissar Thiele von der Wache an der O2-World völlig uneinsichtig gezeigt hätten, vielmehr auf das "Recht" bestanden hätten, wie im großen Fußballstadion nebenan mit Bierbechern zu werfen. Laut Thiele habe es in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit den Flensburger Ultras gegeben. SG-Manager Dierk Schmäschke wollte die aktuellen Vorfälle noch nicht bewerten, ohne genaue Kenntnisse zu haben. "Wir distanzieren uns entschieden von Leuten, die auf diese Weise die Stimmung bei so einer Veranstaltung trüben. Wir werden uns jetzt informieren und gegebenenfalls harte Konsequenzen ziehen", sagte Schmäschke. Diese könnten bis zum Hallenverbot reichen.

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