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19. Oktober 2017 | 02:55 Uhr

HSV: Kreuzer hofft auf schnelle Einigung

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Fußball-Bundesligist streitet sich mit dem Karlsruher SC noch um die Ablöse für den Sportdirektor

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Der Poker um Oliver Kreuzer (Foto) ist eröffnet, jetzt geht es um eine Menge Geld. Der Hamburger SV und der 47 Jahre alte Sportdirektor des Zweitliga-Aufsteigers Karlsruher SC wollen die kommenden drei Jahre gemeinsam angehen. Doch bevor der Ex-Fußballprofi von Bayern München das Erbe von Frank Arnesen antreten und die schwierige Mission Angriff auf die Bundesliga-Spitze in Norddeutschland starten kann, steht eine Einigung beider Clubs noch aus.

Die Verhandlungen gestalten sich äußerst zäh - und die Zeit drängt. "Die Koffer sind gepackt. Ich hoffe, dass es in dieser Woche noch über die Bühne geht", sagte Kreuzer gestern: "Da muss was passieren." Der frühere Verteidiger möchte seinen Schreibtisch in Hamburg lieber heute als morgen einrichten, es wartet ein Berg von Aufgaben auf ihn.

Doch die Sorgen des Bundesliga-Gründungsmitglieds treffen in Karlsruhe nur bedingt auf offene Ohren. "Jetzt muss sich der HSV bewegen, sonst wird es nichts", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther: "Die Situation für uns könnte kaum ungünstiger sein, das ist der worst case." Die Badener befinden sich nach der Rückkehr in die 2. Liga mitten in der Saisonplanung, Kreuzers Kontrakt gilt bis 2014. Also will Wellenreuther klare Argumente vom klammen Traditionsclub hören. "Der HSV zahlt Millionen-Gehälter an seine Spieler, und wir erwarten nun, dass der Club dem KSC auch das Branchenübliche zahlt", ergänzte er.

Der 53 Jahre alte Politiker forderte von den Hanseaten zunächst eine siebenstellige Summe. "Er will mir keine Steine in den Weg legen. Am Anfang habe ich aber schon gedacht, dass die Million ein großer Stein ist", sagte Kreuzer, dem ein freundschaftliches Verhältnis mit seinen Präsidenten verbindet. Das erste Angebot der Hanseaten sah keinerlei Barzahlung vor, der Bundesligist bot dem KSC lediglich zwei Freundschaftsspiele und einen kostenfreien Leihprofi als Entschädigung an. Für Wellenreuther war das keine Verhandlungsbasis: "Das Angebot, das bisher auf dem Tisch liegt, ist ein Witz."

Sollte der HSV aber zu einer erneuten Ausleihe von Talent Hakan Calhanoglu an den Zweitliga-Club bereit sein, könnte der KSC-Präsident schnell umschwenken. Der 19 Jahre alte Offensivmann erzielte in der abgelaufenen Saison 17 Drittliga-Tore für die Badener und bereitete zwölf Treffer vor. Doch Kreuzer sieht die Verwicklung von Calhanoglu eher skeptisch: "Der Hakan freut sich auf den HSV. Aber es gibt ja noch andere Spieler." Der Poker ist in vollem Gange, eine B-Lösung hat der Aufsichtsrat nicht mehr. Ex-Hannover-Manager Jörg Schmadtke steht nicht als Reservekandidat zur Verfügung.

Fakt ist: Der HSV will Kreuzer, und Kreuzer will zum HSV. "Der Verein zählt mit Bayern, Schalke und Dortmund zu den ganz großen Clubs in der Bundesliga. Das ist Strahlkraft pur", sagte er.

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