zur Navigation springen

HSV-Handballer rücken bis auf einen Punkt an die Füchse heran

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

HAMBURG | Mit zwölf Paraden hat Johannes Bitter den Hamburger Traum von der Champions League festgehalten. Dank seines starken Torhüters gewannen die Handballer des HSV Hamburg gestern Abend vor 9145 Zuschauern mit 28:25 (15:14) gegen Füchse Berlin. Überschattet wurde die Partie durch eine schwere Verletzung des Berliners Ivan Nincevic. Für das Foul sah Torsten Jansen in der Schlussphase die Rote Karte. Der Kroate lag lange regungslos am Boden und wurde schließlich mit Verdacht auf einen Jochbeinbruch mit der Trage aus der Halle gebracht.

In der Tabelle verkürzte der HSV (46:18 Punkte) den Rückstand auf die Füchse (47:17) auf einen Zähler. Um den vierten Platz aber noch zu erreichen, müssen die Hamburger ihre verbleibenden Spiele gegen Lemgo und Melsungen gewinnen und auf einen Berliner Ausrutscher gegen Gummersbach oder Hannover hoffen.

Sonst bliebe den Hamburgern nur noch der indirekte Weg in die Königsklasse. Bedingung dafür ist aber der Sieg beim Final-Four-Turnier am 1. und 2. Juni in Köln. Wie die Europäische Handball-Föderation EHF gestern noch einmal bestätigte, wäre der HSV als Titelverteidiger auf jeden Fall für das Wildcard-Turnier spielberechtigt. In die Röhre würde dann der Tabellenvierte der Bundesliga gucken, der sonst immer startberechtigt war. Laut Statuten der EHF ist beim Wildcard-Turnier aber nur eine Mannschaft pro Nation zugelassen.

Möglich wäre ebenfalls, dass der HSV als Gewinner der Champions League einen direkten Startplatz erhält, ohne eine Qualifikation zu spielen. Auch diese Möglichkeit sehen die Durchführungsbestimmungen vor. Sollte die EHF so entscheiden, könnte der Vierte der Bundesliga doch am Wildcard-Turnier teilnehmen.

Zu Begin der Partie gegen Berlin überzeugte vor allem die HSV-Defensive. Lediglich der agile Füchse-Spielmacher Bartlomiej Jaszka vermochte es, den aggressiven 6:0-Riegel der Gastgeber zu knacken. Als Berlins Coach Dagur Sigurdsson mit Evgeni Pevnov einen zweiten Spieler an den Kreis beorderte, wurde es besser. 22:24 lagen die Hamburger zehn Minuten vor Schluss in einer emotionalen Partie zurück, eher Bitter und der erst spät eingewechselte Publikumsliebling Stefan Schröder zu Höchstform aufliefen. HSV: Bitter - Vori (5), Lindberg (4/3), Schröder (4), Duvnjak (4), Lackovic (4), Lijewski (4), Kraus (2), Jansen (1).

Füchse Berlin: Heinevetter - Jaszka (8), Igropulo (3/1), Bult (3), Sellin (3), Laen (3), Nincevic (2), Pevnov (1), Lund (1), Romero (1).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen