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Sport in SH und HH 2017 : HSV-Camp, Trainer-Deal, Aus-Bau - ein nicht ganz ernst gemeinter Ausblick

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wenn es denn doch nur so kommen würde: Ein nicht ganz ernst gemeinter Ausblick auf das neue Sportjahr in SH

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2016 | 14:21 Uhr

Von Fußball, sagt Holger Hübner, verstünde er nicht so viel. Mehr schon von Musikevents. Da ist Hübner mit seinem Wacken Open Air Weltmeister. Und doch schlägt sein Herz für den Hamburger SV. Der wird zwar nie Weltmeister, aber vielleicht ja irgendwann einmal wieder Deutscher Meister. Oder Pokalsieger, wäre ja auch ein Titel, den man kräftig feiern würde.

Weil beim HSV eben alles besser werden soll, wird sich Hübner demnächst mit einer tollkühnen Idee und Freikarten auf den Weg in den Hamburger Volkspark machen. Im Gepäck hat er ein eigens für die Profis hergerichtetes Trainings-Camp auf dem Eventgelände in Wacken. Also im Matsch, wie fast immer am ersten August-Wochenende beim weltgrößten Heavy-Metal-Konzert. Schlafen in Zelten, Training auf tiefem Boden, Duschen unter freiem Himmel und dies alles zwei Wochen vor dem Bundesligastart.

Besser und zielgerichteter geht es eigentlich nicht. Ob Trainer Markus Gisdol – oder wer auch immer den HSV im August 2017 trainiert – diese Einladung annimmt, darf zumindest in Zweifel gezogen werden. Verzicht auf Komfort? Wohl eher nicht.

Hinter den Kulissen bei der SG Flensburg-Handewitt fliegen schon mal die Fetzen. Es wird Tacheles geredet. Gar nicht erfreut ist man über die Wechselambitionen von Trainer Ljubomir Vranjes. Und schon gar nicht über die Art und Weise, wie der Trainer in aller Öffentlichkeit damit kokettiert. Da hat man nach 2004 endlich einmal wieder beste Chancen auf den Meistertitel – und dann dieses Nebengeräusch. Besonders irritiert sollen sich Sponsoren wie Michael Lassen (Nord-Schrott) und Boy Meesenburg (Jacob Cement) geäußert haben.

Ohne diese beiden Geldgeber würde es die SG in dieser guten wirtschaftlichen Position nicht geben. Bleibt die Frage, wer denn nun mit dem seit ein paar Tagen untergetauchten Trainer spricht. Nach Informationen von shz.de – allerdings unbestätigt – soll Peter Thomsen die Gespräche mit Vranjes führen. Dem Geschäftsführer von „förde show concept“ und Betreiber der Flens-Arena wird ein außergewöhnliches Verhandlungsgeschick nachgesagt. Thomsen soll eine angemessene Provision in Aussicht gestellt worden sein, wenn er den Welttrainer von 2014 vom Verbleib in Flensburg überzeugen könnte. Thomsen selbst schweigt.

Neue Hoffnung für ein Stadion, in Zukunft großen Fußball in Schleswig-Holstein zu präsentieren. Nachdem es in Flensburg mit der Modernisierung seines Stadions wohl nichts wird, steht plötzlich die Stadt Rendsburg in den Startlöchern. Der sportlich ambitionierte und gern zu Risiken bereite Bürgermeister Pierre Gilgenast hat quasi über Nacht entsprechende Pläne zum Ausbau des altehrwürdigen Stadions Nobiskrug aus der Schublade geholt.

Gilgenast und mehrere gut betuchte Unternehmer – darunter auch die Sparkasse Mittelholstein – waren von der Ausrichtung des Testspiels zwischen dem HSV und Lyngby Kopenhagen im Rahmen des sh:z-Fußballsommers Anfang August derart begeistert, dass man sich vor kurzem zu einem ersten Investorengespräch im Rathaus getroffen hat.

Auch die unter Denkmalschutz stehende alte Holztribüne mit ihren 250 Sitzplätzen soll Thema gewesen sein. Man will dieses gute Stück stehen lassen und rundherum und auf der Gegengerade neue Beton-Tribünen errichten. Das Fassungsvermögen soll 10. 000 Zuschauer betragen. Gleichzeitig sollen die Vereine RTSV, Borussia und FT Eintracht zu einem 1. FC Rendsburg fusionieren.

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