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Fußball-Bundesliga : HSV bleibt auf ausgemusterten Profis sitzen

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Der HSV wird seine ausgemusterten Profis nicht los - nun ist auch das Interesse von Rubin Kasan an Mittelfeldmann Kacar erlahmt.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 09:25 Uhr

Hamburg | Nach dem überraschend offensiven, aber abwehrschwachen 3:3 beim FC Schalke 04 treibt Sportdirektor Oliver Kreuzer die Personalplanung des Hamburger SV voran. Weil der Grippe-geschwächte Artjoms Rudnevs keine Luft für 90 Minuten hatte, ließ Trainer Thorsten Fink ohne Stoßstürmer spielen. Das Modell funktionierte, aber eigentlich will der norddeutsche Bundesligist noch einen Angreifer verpflichten. Dafür müssen bis Ende August einige Profis von der Gehaltsliste verschwinden. Nach der Absage des russischen Erstligisten Rubin Kasan sucht Kreuzer nun einen anderen Abnehmer für den aussortierten Gojko Kacar.
"Es hatte keine finanziellen Hintergründe, sondern war eine rein sportliche Entscheidung", sagte Kreuzer am Montag zu dem geplatzten Wechsel. Allerdings gebe es weitere Interessenten für den Profi, der etwa zwei Millionen Euro Gehalt verdient. Dabei handle es sich allerdings um Vereine aus der unteren russischen Tabellenhälfte. Von einem Wechsel zeigte sich Kreuzer weiterhin überzeugt. "Der Junge will Fußball spielen, der hat keine Lust U23 zu trainieren", sagte er. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Hertha BSC war von Kasan beobachtet worden, unter anderem, als er bei der U23 des HSV mit einer Roten Karte vom Platz geflogen war.

Leistung gegen Hoffenheim halten

Fraglich ist zudem die Zukunft von Profi Paul Scharner, der ebenfalls zu den Amateuren geschickt wurde. Er habe sich bis zum Ende der Woche in ein Reha-Training verabschiedet, erzählte Kreuzer. Danach werde es aber zur U23 gehen. "Wenn Paul uns auffordert, dass ein lizenzierter Trainer das Training begleitet, dann werden wir das tun", betonte Kreuzer. Scharners Vertrag gebe sowieso eine Versetzung in die U23 her.
Die Zukunftsplanung vorantreiben wollen die Hamburger mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier. "Wir wollen verlängern, Dennis möchte bleiben", sagte Kreuzer. Er rechne mit einer Unterschrift in den nächsten acht bis zehn Tagen.
Die Leistung beim Unentschieden in Gelsenkirchen müsse nun am Samstag gegen Hoffenheim bestätigt werden, forderte der Sportchef. Auch die Taktik ohne feste Sturmspitze sei möglicherweise ein Modell für die Zukunft. "Wenn was gut war, kann man es immer wieder machen", meinte der Sportdirektor. Ähnlich sah das Angreifer Maximilian Beister. "Das ist aufgegangen, die Schalker waren ein bisschen verwirrt. Wir waren vorne noch quirliger", erklärte der Torschütze vom Sonntag zu der etwas überraschenden Taktik.

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