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Volleyball : Holtwick/Semmler: «Alle wollen uns ärgern»

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Die Favoritinnen haben bei den deutschen Meisterschaften der Beachvolleyballer souverän die Tickets für den Finaltag gebucht.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 17:23 Uhr

Drei Attacken der «jungen Wilden» wehrten Katrin Holtwick und Ilka Semmler in Timmendorfer Strand schon ab, damit schafften die Titelverteidigerinnen ohne Satzverlust den Sprung in den Finaltag. «Wir können ein gutes Gefühl mitnehmen», erklärte die 27 Jahre alte Berlinerin Semmler nach dem 2:0 (26:24, 25:23) im Viertelfinale gegen die Herausfordererinnen Victoria Bieneck (22) und Julia Großner (25), die ebenfalls in Berlin trainieren. «Alle wollen uns und die anderen Favoriten ärgern», bemerkte Holtwick (29).

Die Weltranglisten-Zweiten spüren den Druck durch junge, aufstrebende Teams mehr als in den vergangenen Jahren. «Das ist definitiv mein Gefühl», meinte Holtwick: «Man darf es nicht zu leicht nehmen und muss konzentriert bleiben.» Gegen Anika Krebs (20) und Jelena Wlk (20) vom VCO Berlin gelang das ebenso wie gegen die schon erfahrenen Chantal Labourer (23) und Ex-Meisterin Julia Sude (25).

Viele Duos versuchen, sich an den Nationalteams wie Holtwick/Semmler oder Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zu orientieren und mit professionelleren Strukturen den Abstand nach oben zu verkürzen. Zu spüren bekamen die starke Konkurrenz die Vizeweltmeisterinnen Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart), die gegen Jana Köhler und Anni Schumacher (Hamburg/Dresden) verloren und sich durch die Verlierer-Runde quälen mussten. Mit einem Sieg gegen Bieneck/Großner können Borger/Büthe aber noch ins Semifinale kommen.

Die EM-Dritten Ludwig/Walkenhorst (Hamburg) stehen schon im Halbfinale. Ludwig hat mit ihrer ehemaligen Partnerin Sara Goller schon vier Titel in Timmendorf geholt, jetzt will sie mit der 22-jährigen Walkenhorst Nummer fünf. Auch das Hamburger Duo buchte am ersten Tag der Titelkämpfe drei makellose Siege. Im Viertelfinale setzten sich Ludwig/Walkenhorst mit 2:0 (21:10, 21:13) gegen Köhler/Schumacher durch. Das Damen-Endspiel wird am Samstag ausgetragen, der 6000 Fans fassende Center Court dürfte voll werden.

«Das ist ein extrem bekanntes Event. Wenn wir auf der World Tour in China eine Medaille holen, interessiert das in Deutschland fast keinen. Aber wenn wir deutsche Meister werden, schon», bemerkte Semmler. Und auch die privaten Sponsoren der Teams sind in Timmendorf präsenter als auf manch internationalem Turnier. Der Pay-TV-Sender Sky überträgt am Wochenende die Halbfinal- und Finalspiele live.

Die WM-Dritten Jonathan Erdmann und Kay Matysik können ihren Titel indes nicht verteidigen. Kurz vor dem Start des Turniers am Freitag musste das Berliner Duo seinen Start absagen. «Grund sind anhaltende Probleme mit meiner Schulter», sagte Matysik. In eine Favoritenrolle spielten sich Markus Böckermann und Mischa Urbatzka. Das Duo vom FC St. Pauli ließ auch Sebastian Fuchs und Hallen-Nationalspieler Marcus Popp keine Chance. Fuchs ist eigentlich der Partner von Julius Brink, doch der Olympiasieger musste wegen seiner hartnäckigen Oberschenkelverletzung auch für Timmendorf absagen. Fünfmal hatte Brink schon den nationalen Titel gewonnen.

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