Zweite Bundesliga : Holstein Kiel vor Heimauftakt im Stimmungshoch

Da geht’s lang: Tim Walter gibt in Kiel künftig die sportliche Richtung vor.
Da geht’s lang: Tim Walter gibt in Kiel künftig die sportliche Richtung vor.

Der Zweitligist empfängt am Sonntag den 1. FC Heidenhein und will nach dem Sieg gegen den HSV erneut punkten.

shz.de von
11. August 2018, 12:47 Uhr

Tim Walter brachte es auf den Punkt: Wie denn die Stimmung beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel vor dem ersten Heimspiel am besten zu beschreiben sei, wurde der Trainer gefragt. „Euphorisch“, lautete die kurze Antwort des 42-Jährigen. Nach dem 3:0-Sieg zum Saisonstart beim Hamburger SV befindet sich Fußball-Kiel im Stimmungshoch. Trainer und Mannschaft fiebern dem ersten Heimspiel der neuen Spielzeit entgegen – und auch die Fans wollen sich die morgige Partie gegen den 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr) nicht entgehen lassen. Alle knapp 9000 Karten, die der Heimmannschaft zur Verfügung stehen, sind ausverkauft. Lediglich im Gästeblock gibt es noch freie Plätze – man rechnet in Kiel lediglich mit etwa 150 Fans der Heidenheimer.

Personell könnte die Situation bei Holstein vor der Heimpremiere kaum besser sein. „Auf dem Trainingsplatz war es voll, fast schon zu voll. Alle sind fit“, sagte Walter. Auch David Kinsombi, beim HSV erst nach 70 Minuten eingewechselt, hat voll mittrainiert und dürfte, wie Walter durchblicken ließ, die Störche als Kapitän auf den Platz führen. Lediglich das Mitwirken von Aaron Seydel, den Holstein unter der Woche erneut für ein Jahr von Mainz 05 ausgeliehen hat, ist noch offen. „Er hat die Woche nicht trainiert, aber er hat die Qualität, die uns helfen kann. Auszuschließen ist nichts.“

Für Hauke Wahl ist die morgige Partie eine ganz besondere: „Ich freue mich riesig, wieder im Holsteinstadion aufzulaufen. Allerdings muss ich mich wieder daran gewöhnen, dass der Weg in die Kabine auf der anderen Seite ist“, sagte der Innenverteidiger. Der 24 Jahre alte Defensivmann ist in der Sommerpause nach drei Jahren, in denen er für den SC Paderborn, den FC Ingolstadt und ein halbes Jahr auch für den kommenden Gegner Heidenheim spielte, an die Förde zurückgekehrt.

Der 3:0-Sieg der Störche beim HSV ist natürlich auch in Heidenheim registriert worden. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass in Kiel eine gewisse Euphorie herrscht“, sagte am Freitag FCH-Trainer Frank Schmidt. Bei einer Einschätzung der Kieler tut sich Schmidt schwer. Wie stark Holstein sei, ließe sich „seriös noch nicht sagen. Die Kieler spielen sehr mutig und gehen dabei auch ein hohes Risiko ein“, sagt Schmidt. Heidenheim brauche ein gutes Defensivkonzept, „wir wollen aber auch unsere Aktionen nach vorne nicht nur suchen, sondern auch zielstrebig ausspielen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen