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Sportpolitik : Hörmann: Knallharter Manager mit Herz für den Sport

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Alfons Hörmann ist ein Freund klarer Worte. Der eloquente Unternehmer aus dem Allgäu scheut keine Konflikte und legt den Finger gerne auch mal in offene Wunden.

Seine Kür durch die Sportfachverbände zum Kandidaten für die Nachfolge von Thomas Bach an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) kam wenig überraschend. Auch ohne Athleten-Hintergrund bringt der 53 Jahre alte Familienvater viele Voraussetzungen für das Amt des DOSB-Präsidenten mit.

Hörmanns Aufstieg zum geachteten Sport-Funktionär begann vor 13 Jahren im Allgäu. Als Vorsitzender des dortigen Skiverbandes machte er erste Erfahrungen in der Führung einer Sportorganisation. Schon zwei Jahre später übernahm der damalige Vorstandsvorsitzende eines großen Dachziegel-Herstellers das Präsidentenamt im Bayerischen Skiverband.

Schnell fiel auf, dass der Sohn eines Landwirtes auch außerhalb der Wirtschaft Führungsqualitäten besitzt. Hörmann war der Motor für die nordische Ski-WM 2005 in Oberstdorf und trat im selben Jahr erstmals bundesweit ins Rampenlicht, als er zum Chef des Deutschen Skiverbandes gewählt wurde.

In dieser Funktion hat Hörmann einiges bewegt, aber auch Lehrgeld gezahlt. 2007 musste der DSV bei der Aushandlung eines neuen TV-Vertrages Einbußen in Millionenhöhe hinnehmen, eine drohende Finanzkrise konnte gerade noch abgewendet werden. 2011 erfüllte Hörmann den Fans und Top-Athleten wie Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther mit der Ausrichtung der alpinen WM in Garmisch-Partenkirchen einen lange gehegten Traum.

Sollte Hörmann am 7. Dezember in Wiesbaden ins höchste deutsche Sportamt gewählt werden, würde dies auch einer Kandidatur Münchens für die Olympischen Winterspiele 2022 zugutekommen. Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Söhnen ist in Wirtschaft, Politik und Sport gut vernetzt.

Wie es im Führungszirkel eines großen Verbandes zugeht, weiß Hörmann aus erster Hand. Vier Jahre lang saß der in Sulzberg im Allgäu lebende DSV-Chef als Vizepräsident Marketing im Präsidium der Internationalen Biathlon-Union (IBU). Seit drei Jahren ist er Mitglied im Council des Internationalen Skiverbandes (FIS).

Ein weiterer Vorzug Hörmanns ist seine wirtschaftliche Unabhängigkeit. Der Vorstandsvorsitzende der Hörmann-Holding - einer Unternehmensgruppe mit 25 Firmen in Industrie und Kommunikation, die rein zufällig den gleichen Namen trägt - hat die Karten immer offen auf den Tisch gelegt. Er selbst packt mit hoher Schlagzahl an und erwartet diesen Einsatz auch von seinen Mitarbeitern.

Im DSV hat Hörmann zudem seine Liebe zum Sport entdeckt. Der Quereinsteiger ist mit Leidenschaft dabei und hat sich stets für die Sportler und Trainer engagiert. Dies tut er auch in einer Stiftung für Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 12:53 Uhr

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