Hart erkämpfte Punkte für den HSV

Starker Auftritt gegen seinen alten und neuen Verein: HSV-Spielmacher Michael Kraus. Foto: getty
Starker Auftritt gegen seinen alten und neuen Verein: HSV-Spielmacher Michael Kraus. Foto: getty

Hamburger Handballer wahren mit 30:29-Sieg über Frisch Auf Göppingen die Chance auf die Qualifikation für die Champions League

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13. Mai 2013, 10:02 Uhr

HAMBURG | Die Hoffnung ist noch da: Nach dem umkämpften 30:29 (16:16) über Frisch Auf Göppingen haben die Bundesliga-Handballer des HSV Hamburg den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigen würde, noch immer im Visier. Mit 42:18 Punkten liegen die Hanseaten derzeit drei Zähler hinter den viertplatzierten Füchsen aus Berlin. Am 21. Mai empfängt der HSV die Hauptstädter. Aber selbst bei einem Sieg müssen die Norddeutschen noch auf einen Ausrutscher der Füchse hoffen.

So weit mochte HSV-Trainer Martin Schwalb nach der erfolgreichen Revanche für die 26:34-Hinspielniederlage in Göppingen noch nicht denken. "Wir müssen am kommenden Sonnabend erst einmal bei Balingen bestehen. Das wird schwierig genug", sagte der 50-Jährige, dem der couragierte Auftritt der Balinger beim 25:33 gegen den THW Kiel eine deutliche Warnung gewesen sein dürfte.

Das Spiel gegen Frisch Auf Göppingen, das am kommenden Wochenende beim Final-Four-Turnier um den EHF-Pokal im französischen Nantes antritt, war bis in die Schlussminuten umkämpft. Schwalb: "Uns war klar, dass die Partie von körperbetontem Handball bestimmt wird. Um Göppingen zu schlagen, muss man die Zweikämpfe annehmen und gewinnen." Ein Baustein auf dem Weg zum Sieg vor den 9222 Zuschauern in der o2-World war eine Umstellung in der Abwehr, die Schwalb Mítte der ersten Halbzeit vornahm. Er stellte Igor Vori gegen Göppingens Rückraumschützen Zarko Markovic, der in den ersten 17 Minuten des Spiel sechs Mal getroffen hatte. Fortan gelangen dem 2,01 Meter großen Montenegriner, der sich die Umrisse seines Heimatlandes auf die rechte Wade hat tätowieren lassen, nur noch wenige Aktionen.

Ein zweiter Schachzug des HSV-Coaches war der Einsatz von Michael Kraus auf der Spielmacherposition. Der 29-Jährige, der nach der Saison zu seinem Stammverein Göppingen zurückkehren wird, harmonierte vor allem mit Kreisläufer Igor Vori ganz ausgezeichnet. Der Kroate war es dann auch, der in der 45. Minute für die erste Zwei-Tore-Führung der Hamburger (24:22) sorgte. Dass sich die Gastgeber dann in der Folge nicht vorentscheidend absetzen konnten lag an der großen Kuriosität des Nachmittags. Fast alle Abpraller landeten bei Göppingen, das dadurch immer im Spiel blieb. "Sonst hätten wir die eher knacken können", sagte HSV-Schlussmann Johannes Bitter, der wie schon so oft in dieser Saison in der entscheidenden Phase der Partie seine besten Paraden zeigte.

Aber auch "Jogi" war gegen die Abpraller nicht gefeit. Beim 29:27 drei Minuten vor Schluss wehrte er einen Siebenmeter von Maximilian Schubert ab. Doch der Ball landete wieder beim Göppinger, der zum 29:28 einnetzte. Und so zählte am Ende die Analyse des dänischen HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg: "Wir sind glücklich, dass wir verdient, wenn auch knapp, gewonnen haben."Hamburg: Bitter, Herrmann - Lindberg (10/5), Duvnjak (5), Vori (5), Lijewski (4), Hens (3), Kraus (2), Petersen (1), Jansen, Lackovic, Flohr.

Göppingen: Prost, Rutschmann - Markovic (9), Horak (5), Oprea (5), Rnic (4), Kneule (2), Späth (2), Schubert (2), Schöne, Beljanski, Haaß, Fontaine.

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf). - Zeitstrafen: 5:3 (Rote Karte für Oprea, Tätlichkeit/55.). - Siebenmeter: 7:2. - Zuschauer: 9222.

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