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22. August 2017 | 19:09 Uhr

Handballwelt auf den Kopf gestellt

vom

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Von wegen langweiliger Handball. So war es in der letzten Saison. So soll es aber nicht bleiben. Zumindest die norddeutschen Bundesligisten haben in dieser Woche viel dafür getan, dass alles anders werden könnte. Es begann beim HSV Hamburg, der vereinsrechtlich nichts mit den Fußballern vom Hamburger SV gemein hat und doch dem großen HSV in der Außendarstellung nacheifert. Wie in der Personalie Frank Rost, der nach nur 43 Tagen seinen Geschäftsführer-Sessel räumen muss. In der Geschäftsstelle fließen Freudentränen. Der frühere HSV-Fußballtorwart soll die Mitarbeiter nicht gerade freundlich behandelt und eigenartige Anweisungen gegeben haben. Schon im Fußballtor fiel Rost häufig unangenehm auf. Wie heißt es doch: Torhüter und Linksaußen haben `ne Macke. Sagt man so.

Einen Tag später präsentierte sich die neue SG Flensburg-Handewitt derart selbstbewusst, als hätte man schon zum Frühstück einige Flaschen mit einem "Plop" geöffnet. Bei der SG wird von der Meisterschaft gesprochen und es gibt eine Reihe von Experten, die dies den skandinavischen Flensburger Profis im nüchternen Zustand sogar zutrauen.

Was auch dafür spricht, sind die aus Kiel gesendeten Prognosen. Der THW werde alles daran setzen, oben mitzuspielen. Aber Favoriten seien andere, eben auch der Erzrivale von der dänischen Grenze, heißt es beim Rekordmeister. Plötzlich setzt der THW auf den Nachwuchs. Den hat man jahrelang ignoriert. Zumeist kommen Top-Clubs auf diese Idee, wenn das Geld weniger geworden ist. Es mag aber auch eine taktische Finte des THW sein. Wie auch immer: Die Handballwelt wird auf den Kopf gestellt. Vorerst. Mal abwarten.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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