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Handball : Handballer wollen zurück in Weltspitze

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Die neue Führung des Deutschen Handballbundes will das Nationalteam in die Weltspitze zurückführen. Dieses Ziel bekräftigten Bundestrainer Martin Heuberger und Bob Hanning, neuer DHB-Vizepräsident Leistungssport, in Hamburg.

«Es geht darum, mit der Nationalmannschaft bis zum Jahr 2020 wieder ganz oben zu stehen», sagte Hanning. Die DHB-Männer hatten zuletzt Olympia in London und die Teilnahme an der EM 2014 in Dänemark verpasst.

Auf dem Weg zurück zur Spitze setzen die Verantwortlichen vor allem auf Identifikation. «Keiner ist wichtiger als das Ganze», betonte Hanning, der auch Manager des Bundesligisten Füchse Berlin ist. Ein Mosaikstein könne zum Beispiel ein «Deutschland-Buch» sein, in dem Ziele und Werte des DHB einheitlich von den Nachwuchsteams bis zur Nationalmannschaft festgeschrieben sind.

Heuberger freut sich über die Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidium, obwohl ihm einige Dinge zu schnell gehen. Man müsse Schritt für Schritt machen. Der Nationalcoach war nach dem Scheitern für Olympia und die EM in die Kritik geraten. Zuletzt hatte der ehemalige Nationalspieler Daniel Stephan sein Unverständnis über eine Weiterbeschäftigung des Bundestrainers geäußert. «Jeder kann seine Meinung äußern», merkte Heuberger dazu an.

Klar Stellung bezog der 49-Jährige zum Thema Silvio Heinevetter. Der Nationaltorwart und Schlussmann der Füchse Berlin hatte nach dem 21:21 im Bundesligaspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen öffentlich davon gesprochen, «verarscht» worden zu sein. Dafür war er von der Handball-Bundesliga (HBL) zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verdonnert worden.

«Wir wollen mündige Spieler. Die Schiedsrichter müssen sich dieser Kritik stellen», meinte Heuberger, der sich wie DHB-Präsident Bernhard Bauer und der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar zugunsten Heinevetters äußerte. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann beharrt dagegen auf der Strafe.

Der Supercup, bei dem die DHB-Auswahl am 1. und 3. November in Hamburg und Bremen auf Schweden, Ägypten und Polen trifft, soll ein wichtiger Schritt in die Zukunft sein. Heuberger gab in Hamburg den Kader bekannt. Zu arrivierten Kräften wie Michael Haaß (SC Magdeburg), Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen) und Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin), die nach Verletzungen zurückkehren, gesellen sich neuere Namen wie die von Johannes Sellin (13 Länderspiele/MT Melsungen), Tim Kneule (6/Frisch Auf Göppingen) und Hendrik Pekeler (6/TBV Lemgo), die bislang über nur geringe internationale Erfahrung verfügen.

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erstellt am 16.Okt.2013 | 13:44 Uhr

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