Ski alpin : Gesamtweltcup: Höfl-Riesch führt wieder

Maria Höfl-Riesch reichte Rang sieben zur Rückkehr an die Spitze des Gesamtklassements. Fritz Dopfer war als Fünfter in Slowenien der beste Deutsche. Felix Neureuther muss für den Slalom am Sonntag wieder einmal Zähne zusammenbeißen.

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08. März 2014, 19:14 Uhr

Maria Höfl-Riesch steht wieder an der Spitze. Rang sieben beim Slalom in Are brachte der dreimaligen Olympiasiegerin zwar die Führung im Gesamtweltcup zurück, doch beim Kampf um die Große Kugel fühlt sich Höfl-Riesch auf der Zielgeraden der Saison hinter der Österreicherin Anna Fenninger nur als Außenseiterin. „Ich denke schon, dass die Anna die Favoritin ist, auch wenn sie es noch nicht zugibt“, sagte Höfl-Riesch am Samstag.

Fenninger hatte am Vortag bei ihrem Riesenslalom-Erfolg für den Führungswechsel gesorgt, beim Torlauf startet sie nicht. Da reichten Höfl-Riesch die 36 Punkte für Platz sieben, um wieder nach vorne zu fahren.

29 Zähler trennen die beiden Alpin-Damen der Extraklasse vor den letzten vier Einzelrennen der Olympia-Saison. Ein Nervenspiel wie 2011, als Höfl-Riesch mit drei Punkten Vorsprung auf die Amerikanerin Lindsey Vonn gewann, zeichnet sich ab. „Ich werde kämpfen und dagegenhalten“, versprach Höfl-Riesch nach dem Tagessieg der Amerikanerin Mikaela Shiffrin in Are. Die 18-Jährige, Weltmeisterin und Olympiasiegerin, holte sich auch die Kristallkugel in der Slalom-Wertung.

Um diese Kugel könnte bei den Herren an diesem Sonntag im slowenischen Kranjska Gora eine Vorentscheidung fallen. Felix Neureuther, der beim Riesentorlauf-Sieg des Amerikaners Ted Ligety am Samstag erkrankt Zwölfter wurde, kündigte großen Widerstand gegen den Österreicher Marcel Hirscher an. „Ich werde kämpfen, Marcel die Kugel schenken werde ich sicher nicht“, erklärte der WM-Zweite. In der Disziplin-Wertung liegt er zusammen mit Henrik Kristoffersen (Norwegen) mit 370 Punkten auf Platz zwei hinter Hirscher (420). Da Neureuther körperlich angeschlagen ist, setzt er auf einen „unfassbar guten Tag“.

Zumindest einen besseren Tag als Neureuther erwischte Fritz Dopfer. Zwar fiel der Garmischer am Samstag im Finale von Rang vier auf fünf zurück, doch er wertete sein zweitbestes Ergebnis dieser Riesenslalom-Saison als „Schritt in die richtige Richtung“. „Ich freue mich riesig auf den Slalom“, sagte der Olympia-Vierte im Torlauf. Stefan Luitz verzichtete krank auf einen Start im Rennen am Samstag, Dominik Schwaiger wurde 43.

„Schade, dass es für Fritz nicht fürs Podium gereicht hat. Das war guter Sport“, konstatierte Alpindirektor Wolfgang Maier. „Felix ist leider nicht auf der körperlichen Höhe und Kranjska Gora ist ein anstrengender Hang, einer der viel Kraft fordert.“ Zudem laboriert Neureuther immer noch an den Folgen des Autounfalls auf der Olympia-Anreise.

Maier glaubt, dass Neureuther trotzdem am Sonntag einen starken Slalom hinlegen kann. Und auf Maria Höfl-Riesch setzt er im Kampf um die begehrteste Weltcup-Trophäe sowieso. „Das ist komplett offen. Es ist alles möglich. Aber genauso gut auch nichts“, sagte der Alpindirektor.

Wie schnell sich alles wenden kann, zeigten die Wettkämpfe in Schweden. Vor der Reise zum WM-Ort von 2007 betrug der Vorsprung Höfl-Rieschs auf Fenninger 157 Punkte. Nach zwei Siegen der 24-Jährigen in den Riesenslaloms am Donnerstag und Freitag lag Höfl-Riesch mit sieben Zählern Rückstand auf Rang zwei. Durch den Slalom reist sie nun als Spitzenreiterin ins Kanton Graubünden.

Dort ist Höfl-Rieschs jüngere Schwester Susanne Riesch nicht dabei. Als 34. des ersten Durchgangs konnte sie keine Punkte sammeln und sich für den letzten Slalom der Saison nicht qualifizieren. Auch Lena Dürr (am Samstag 19.) ist in der Rangliste nicht unter den besten 25 Slalom-Fahrerinnen. Barbara Wirth (17. in Are) und Christina Geiger (21.) dürfen dagegen starten.om-Fahrerinnen. Wirth und Christina Geiger (21. in Are) dürfen dagegen starten.

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