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Sportticker

23. August 2017 | 21:47 Uhr

Furioses Comeback von Hertha BSC

vom

Das System von Trainer Luhukay funktionert tadellos beim 6:1 über Frankfurt

Berlin | Auch am Tag danach fühlte sich das spektakuläre und geschichtsträchtige Comeback von Hertha BSC noch an wie ein Märchen. 6:1 gegen Eintracht Frankfurt beim Wiedereinstieg in die deutsche Eliteklasse: Nie zuvor in der 51-jährigen Historie der Fußball-Bundesliga ist ein Aufsteiger mit einem höheren Sieg gestartet. "Für unsere Fans ist es natürlich ein Traum, sie sollen euphorisiert bleiben", sagte Hertha-Baumeister Jos Luhukay. Schon mitten in den Jubel hinein aber mahnte der Coach: "Jetzt können wir die nächsten zwei, drei Tage genießen. Ich weiß aber auch, dass wir sehr schnell in den Alltag zurückkehren müssen."

Der 50-jährige Niederländer Luhukay hatte schon in der 2. Liga mit Realismus, einer konsequenten Personalpolitik ohne Erbhöfe und harter Arbeit dafür gesorgt, dass in der Hauptstadt ein Umdenken eingesetzt hat. "Jeder, der mich kennt, weiß, das ich bei Siegen nicht auf Tische springe. Bei Niederlagen kann es wieder anders aussehen", meinte der Coach.

Wichtiger als die teils wunderbar herauskombinierten, teils mit viel Energie erzwungenen sechs Treffer von Adrian Ramos (17. und 71. Minute), Bundesliga-Neuling John Anthony Brooks (32.), Sami Allagui (58. und 60.) und des eingewechselten Ronny (89.) war für Luhukay die Erkenntnis, dass seine Profis seine Philosophie für Liga eins angenommen und gegen den Europa-League-Teilnehmer Frankfurt bereits umgesetzt haben. "Das Umschalten war sensationell", strich der Hertha-Trainer heraus: "Es war ein extremes Tempo, läuferisch unglaublich engagiert, wir haben versucht, hoch zu verteidigen."

Die Eintracht zeigte sich vor 54 376 Fans im Olympiastadion von der Hertha-Power geschockt. Alexander Meier hatte mit einem verwandelten Foulelfmeter (37.) nur kurz Hoffnung geweckt. Armin Veh wirkte auch nach der Abreibung ratlos, seine taktischen Umstellungen in der Pause hatten noch für mehr Lücken gesorgt: "Es ist schwer, das Spiel richtig zu analysieren." Als Erklärung zeigte der Frankfurter Trainer auf seinen Berliner Kollegen: "Es lag an ihm."

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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