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Für Guardiola und den FC Bayern beginnt die Titeljagd

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München/Rehden | Bloß keine Blamage! Mit der Pflichtaufgabe im DFB-Pokal beim Dorfclub BSV Rehden bläst Triplesieger FC Bayern München zur Jagd auf neue Titel. "Jetzt startet die richtige Saison mit Pokal und Liga", freut sich Bayerns neuer Cheftrainer Pep Guardiola auf den Cup-Auftakt in Osnabrück (heute, 20.30 Uhr/live ARD). Und der Nord-Regionalligist sollte für den Titelverteidiger - bei allem Respekt - nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum 17. Triumph im DFB-Pokal sein.

"Die erste Runde werden wir schon überstehen", sagte auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem ungleichen Duell mit dem Verein aus der 1800-Seelen-Gemeinde aus dem Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Nur mal so zur Erinnerung: Der FC Bayern hat aktuell mehr als 215 000 Mitglieder.

Der kleine Ort Rehden wird heute Abend übrigens zur Geisterstadt. Denn die meisten Einwohner begleiten das BSV-Team zum Spiel ins rund 60 Kilometer entfernte Osnabrück, mehr als zehn Busse sind unterwegs. Ausgerechnet der bekannteste Spieler wird gegen den FC Bayern fehlen: Der frühere Bremer Profi Francis Banecki fällt mit einer Achillessehnenverletzung aus. "Wir hätten vorher gern einmal im Osnabrücker Stadion trainiert. Das hat leider nicht geklappt", sagte Rehdens Trainer Predrag Uzelac.

Die jüngste Niederlage gegen Borussia Dortmund im Supercup soll für die Münchner derweil nur ein Schönheitsfehler bleiben. "Wir wollen wieder zum Endspiel nach Berlin und unseren Titel dort verteidigen", unterstrich Rummenigge, der gegen den krassen Außenseiter auch keinen Schlendrian befürchtet: "Wir werden sehr seriös spielen." Da rauf setzt auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm: "Wir müssen den Gegner ernst nehmen. Wir müssen konzentriert Fußball spielen, dann ist es keine Frage, wer eine Runde weiterkommt."

Dass allerdings auch der Rekordsieger nicht vor peinlichen Pleiten im DFB-Pokal-Wettbewerb gefeit ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Der 1:0-Sieg des TSV Vestenbergsgreuth von 1994 gilt noch immer als Synonym für Sensationserfolge der Kleinen gegen die Großen. Im Jahr 2000 unterlag der Titelverteidiger aus München dann dem Oberligisten 1. FC Magdeburg im Elfmeterschießen. Und bereits 1990 verlor der FC Bayern mit 0:1 beim viertklassigen Amateurvertreter FV 09 Weinheim. "Es gibt natürlich immer wieder Beispiele für Pokalblamagen", weiß auch Bayern-Profi Toni Kroos, der dennoch optimistisch ist: "Wir werden uns sicher nicht blamieren."

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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