Handball-Bundesliga : Flensburger Gala in Halbzeit zwei

Überragend: Anders Eggert.
Überragend: Anders Eggert.

Die SG Flensburg-Handewitt bleibt Spitzenreiter THW Kiel auf den Fersen. Der Handball-Bundesligist gewann sein Heimspiel gegen den VfL Gummersbach am Freitag mit 40:32 (16:17). Bester Torschütze der Flensburger war Anders Eggert mit elf Treffern.

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29. März 2008, 05:32 Uhr

Schlechte Halbzeit, gute Halbzeit: Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat dank einer großen Leistungssteigerung nach der Pause das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 40:32 (16:17) gewonnen und sitzt mit 45:7 Punkten dem Tabellenführer THW Kiel (46:6) dicht im Nacken. Überragend beim Sieger: der elffache Torschütze Anders Eggert, der nach der Pause zum Hauptdarsteller der Flensburger Gala avancierte.
Damit, dass die Hausherren am Ende die beiden Punkte locker nach Hause schaukelten, war nach den ersten 30 Minuten nicht zu rechnen. Weil die Gummersbacher an die starken Leistungen ihrer letzten Auftritte anknüpften und mit variablem Angriffsspiel und kompaktem Abwehrverhalten beeindruckten. Die SG hingegen wirkte unkonzentriert und unentschlossen. Eine schwache Torhüterleistung, große Probleme mit dem gegnerischen Kreisläufer und ein zu druckloser Rückraum - und schon lag der Tabellenzweite zum Entsetzen der 6300 Zuschauer mit 9:13 (21.) und wenig später mit 11:15 (24.) im Hintertreffen.
SG-Trainer Kent-Harry Andersson reagierte, brachte Mogensen für Lackovic, Eggert für Christiansen und Sijan für Beutler. Ein Glücksgriff. Zur Pause waren die Hausherren (16:17) wieder dran, kurz darauf ging in der ausverkauften Campushalle die Post ab. Die Flensburger schalteten in Sachen Bewegung, Aggressivität und Entschlossenheit gleich drei Gänge hoch und spielten sich in einen Rausch. Allen voran Anders Eggert, der vor Spielfreude nur so sprühte und elf Mal ins Schwarze traf. "In der zweiten Halbzeit hat alles geklappt. Wir haben das Tempo erhöht, Gummersbach ist total zusammengebrochen. Das hat Spaß gemacht", strahlte Eggert.
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (ab 19. - 50.) - Lackovic (1), Eggert (11/3), Nielsen, Mogensen (7), Holmgeirsson (n.e.), Jensen (1), Christiansen (3(2), Vranjes (4), Johannsen (n.e.), Lijewski (4), Petersson (3), Knudsen (6).
VfL Gummersbach: Fazekas, Stojanovic (bei 1 7m) - Krantz (1), Wagner (1), Jahn (1), Klev (4), Zakharov (1), Pungartnik (2), Ilic (6/1), Jakobsson (1), Gunnarsson (7), Alvanos (5), Sigurdsson (3/2).
Schiedsrichter: Jutta Ehrmann/Susanne Künzig (Odenthal/Karlsruhe).
Zeitstrafen: 1:3. - Siebenmeter: 6:5
Zuschauer: 6300.

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