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FIFA: Alterslimit und Amtszeitbeschränkung bleibt offen

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erstellt am 28.Mai.2013 | 09:11 Uhr

Port Louis (dpa) - Vor dem mit Spannung erwarteten FIFA-Kongress ist die angestrebte Reform in zwei wesentlichen Kernpunkten vorerst gescheitert. Der Fußball-Weltverband verschob die anstehende Entscheidung über ein Alterslimit für FIFA-Mitglieder und eine Amtszeitbegrenzung für den Präsidenten.

Als nächster Termin ist 2014 anvisiert. Darauf verständigte sich das Exekutivkomitee bei seiner Sitzung in Port Louis. Dabei soll es in dem Gremium deutliche Meinungsunterschiede gegeben haben, ob dem Kongress die beiden Schlüsselthemen zur Abstimmung vorgelegt werden sollten.

Es gebe derzeit keinen Konsens zwischen den 209 Mitgliedsländern und den Konföderationen, teilte die FIFA mit. Das Thema solle nach einer intensiven Analyse im kommenden Jahr «mit konkreten Vorschlägen» wieder auf die Agenda gesetzt werden. Somit werden die Mitgliedsverbände beim zweitägigen Treffen auf Mauritius nicht über zwei Schlüsselthemen der angestrebten Reformen für mehr Demokratie und Transparenz abstimmen. Der FIFA-Kongress 2014 wird vor der Weltmeisterschaft im brasilianischen Sao Paolo stattfinden.

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte sich zuvor wie auch das deutsche Exekutiv-Mitglied Theo Zwanziger für kürzere Amtszeiten (2 x 4 Jahre) ausgesprochen als viele Nationalverbände (4 + 8 Jahre). In der Frage des Alterslimits für den Präsidenten hatte die Europäische Fußball-Union UEFA eine Grenze von 72 Jahren vorgeschlagen, Blatter (77) ist wie Zwanziger (67) gegen eine Beschränkung. Schon Wochen vor dem Kongress hatten Anti-Korruptionsexperten ein Scheitern der angestrebten Reformen im skandalumwitterten Weltverband befürchtet.

Vorschläge zu den weiteren Reformen in Bezug auf die Führung der FIFA, wie beispielsweise die Integritätsprüfung künftiger Funktionäre, bestätigte das Exekutivkomitee. Diese sollen nach der Abstimmung am Freitag im Kongress als Änderung in die Satzung des Weltverbandes aufgenommen werden.

Die Exekutive forderte am Dienstag zudem schärfere Sanktionen gegen rassistische Vorkommnisse, darunter im Wiederholungsfall Punktabzüge und sogar Ausschlüsse bei Turnieren. Ein erster Vorfall solle mit einer Verwarnung, einer Geldstrafe oder einem Spiel ohne Zuschauer bestraft werden. Jede Person, die mit rassistischen Aktionen auffalle, solle für mindestens fünf Spiele ausgeschlossen werden. Über diese Resolution muss ebenfalls der Kongress befinden.

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