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FC Bayern freut sich über Hoeneß-Verbleib

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erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

München | Uli Hoeneß atmet auf - und für den gesamten FC Bayern soll nach dem demonstrativen "Mia-san-mia"-Bekenntnis zu seinem öffentlich beschädigten Präsidenten ab sofort das Spiel des Jahres gegen Borussia Dortmund im Fokus stehen. Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge bewertete das "einvernehmliche" 8:0-Votum des Aufsichtsrates für seinen Vorsitzenden Hoeneß trotz dessen Steueraffäre als bedeutsames Signal vor dem Champions-League-Finale am 25. Mai.

"Die Entscheidung des Aufsichtsrates ist Beweis der Qualität, Einheit und Stärke dieses Gremiums. Er hat sie am Ende des Tages mit großer Seriosität getroffen. Sie zeigt: Der Club steht sehr eng zusammen", sagte Rummenigge gestern. Hoeneß hatte in der Aufsichtsratssitzung am Montag angeboten, den Vorsitz ruhen zu lassen, bis über die strafbefreiende Wirkung seiner Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung entschieden sei. Das lehnten seine acht Aufsichtsratskollegen, darunter namhafte Führer von DAX-Unternehmen, einmütig ab.

Die Vorstandsbosse von Audi (Rupert Stadler) und Adidas (Herbert Hainer), deren Unternehmen mit jeweils 9,1 Prozent Anteilseigner an der FC Bayern München AG sind, nahmen ebenso wie VW-Chef Martin Winterkorn oder Timotheus Höttges vom Hauptsponsor Telekom eine Glaubwürdigkeitsdebatte in Kauf, wie sie SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück umgehend eröffnete. Die Entscheidung der Räte sei falsch, kritisierte Steinbrück: Sie hätten die Verhaltensregeln, die sie ihren Unternehmen auferlegten, auch auf das "Fußball-Unternehmen" Bayern München übertragen müssen, rügte der SPD-Politiker. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sah die Entscheidung ähnlich negativ. "In einem regulären DAX-Unternehmen wäre das schwer vorstellbar", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

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