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Sportticker

18. August 2017 | 11:10 Uhr

FC Barcelona auf Friedenstour in Nahost

vom

Die Weltstars Messi, Neymar und Co. begeistern die Fans in Israel und in den Palästinensergebieten

Jerusalem | Mit seiner Friedenstour in Nahost hat der spanische Fußballspitzenclub FC Barcelona vor allem die Herzen der jüngeren Fans höher schlagen lassen. Begeistert jubelnde Kinder und Jugendliche empfingen Lionel Messi, Neuzugang Neymar und die anderen Meisterkicker am Wochenende bei ihrem Besuch in Israel und in den Palästinensergebieten. Der Weltclub will mit seiner historischen Reise neue Brücken des Dialogs zwischen beiden Seiten schlagen. Als Höhepunkt dienten jeweils Minifußballspiele mit tausenden von Kindern im Westjordanland und in Tel Aviv - und das bei brütender Sommerhitze.

Der Nahost-Konflikt gilt als besonders harte Nuss, dennoch erhofft sich so mancher gerade vom Fußball positive Anstöße für eine Versöhnung. Es sei wichtig, da rauf hinzuweisen, dass der Besuch des FC Barcelona zu einem Zeitpunkt stattfinde, an dem Israel und die Palästinenser sich gerade in neuen Nahost-Friedensgesprächen um eine Einigung bemühten, sagte Barca-Präsident San dro Rosell in Bethlehem: "Der FC Barcelona wird alles tun, was dabei helfen kann, den Konflikt zu lösen und für Ruhe auf der Welt zu sorgen."

Vor einem Training mit israelischen Kindern im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv besuchte der FC Barcelona gestern zunächst die Klagemauer in Jerusalem. Aus Respekt vor der heiligen Stätte trugen die Spieler dabei eine weiße Kippa und folgten dem Brauch, einen Zettel mit einem persönlichen Wunsch in die Ritzen zwischen den alten Steinen zu stecken.

Anschließend traf die Delegation des spanischen Meisters den israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres sowie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "Abgesehen von der persönlichen Aufregung jedes einzelnen Kindes ist der Besuch des FC Barcelona in Israel und in den Palästinensergebieten ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Dialog zwischen den Völkern mit Hilfe des Sports", sagte der Vorsitzende des Peres-Friedenszen trums, Ido Scharir.

Am Sonnabend waren Messi, Neymar & Co. nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Tel Aviv weiter nach Bethlehem zur Geburtskirche gereist. Die Straßen waren gesäumt von Hunderten von Palästinensern, die Barcelona-Trikots trugen und Vereinsfahnen schwenkten. Noch kurz vor der Abreise in den Nahen Osten hatte der brasilianische Nationalspieler Neymar beim 8:0-Kantersieg gegen seinen alten Arbeitgeber FC Santos seine Premiere für den FC Barcelona gefeiert.

In Bethlehem traf die katalanische Delegation auch mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zusammen. Der Aufenthalt des spanischen Meisters sei ein "historischer Moment für das palästinensische Volk", erklärte Dschibril Radschub, der Vorsitzende des palästinensischen Fußballverbands. Seine Hoffnung: "Wir würden liebend gern mehr Spiele und weniger Straßensperren sehen."

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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