Sportpolitik : Experten uneinig über Straftatbestand Doping

Experten sind sich über eine Verschärfung des Straftatbestandes Doping nicht einig.
Experten sind sich über eine Verschärfung des Straftatbestandes Doping nicht einig.

Eine von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich initiierte Expertengruppe ist in der Diskussion über eine Verschärfung des Straftatbestandes Doping zu keiner Einigung gekommen.

shz.de von
26. September 2013, 18:20 Uhr

Ein eindeutiges Ergebnis habe aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen nicht festgestellt werden können, teilte das Innenministerium mit. Die Bundesregierung werde nun das Gespräch sorgfältig auswerten und die erforderlichen Schritte einleiten, «sollten sich gesetzgeberischer Handlungsbedarf als notwendig und Gesetzesinitiativen als rechtlich möglich erweisen».

Die Erforderlichkeit eines eigenständigen Straftatbestandes Doping sei laut den Experten mit Verweis auf die bestehenden Strafnormen wie das Arzneimittelgesetz oder das Strafgesetzbuch nicht gegeben, wohl aber die Notwendigkeit einer weiteren Strafbarkeit der Athleten. Dies betreffe aber nicht den Breitensport.

In der Vergangenheit hatten insbesondere Baden-Württembergs Justizministerium sowie mehrere Verbände wie der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) oder der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die Einführung des Straftatbestandes Dopingbetrug gefordert. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) steht dem zurückhaltend gegenüber.

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