Sparda-Bank-Hallencup 2015 : ETSV Weiche-Trainer Jurgeleit: „Halbfinale wäre schon ein Erfolg“

Ärgerte sich über einen unberechtigten Elfmeter: Weiches Trainer Daniel Jurgeleit.
„Die Teilnehmer sind noch höher zu bewerten als im Vorjahr, um so schwieriger wird es, weiterzukommen“, sagt ETSV Weiche-Trainer Daniel Jurgeleit.

Titelverteidiger und Lokalmatador ETSV Weiche Flensburg muss beim Sparda-Bank-Hallencup auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.

shz.de von
06. Januar 2015, 13:53 Uhr

Flensburg | War das schön im vergangenen Jahr! Nach fünf Stunden Fußball in der Flens-Arena jubelten bei der Premiere des Sparda-Bank Hallen-Cup nicht die Profis, sondern die Spieler des Viertligisten ETSV Weiche.

„Das war Werbung für Flensburg und den Flensburger Fußball“, freute sich Liga-Geschäftsführer Harald Uhr. Und Torschützenkönig Patrick Thomsen, der Star des Abends, jubelte nach seiner Wahl zum besten Spieler: „Das Finale gegen den FC St. Pauli war nicht zu toppen.“ 5:3 gewann der Regionalligist gegen die Kiez-Kicker.

Am Dienstagabend bei der 2. Auflage bekommt es der Titelverteidiger und Lokalmatador im ersten Gruppenspiel wieder mit dem Zweitligisten aus Hamburg zu tun (18.12 Uhr). Weiterer Gruppengegner ist Drittligist MSV Duisburg (20 Uhr).

„Das sind zwei Hammergegner“, erklärt Weiches Trainer Daniel Jurgeleit, der ein Erreichen des Halbfinals schon mit dem Turniersieg im vergangenen Jahr vergleicht. „Die Teilnehmer sind noch höher zu bewerten als im Vorjahr, um so schwieriger ist es für uns, weiterzukommen.“

Der ETSV-Trainer muss zudem mit einem Handicap klar kommen: Hatte er 2014 die Qual der Wahl und konnte die Spieler auf die vielen Hallenturniere aufteilen, stellt sich die Mannschaft heute von selbst auf. Mit Matthias Hummel, Christoph Dammann (beide Kreuzbandriss), „Malla“ Kasumovic (hat seit einem halben Jahr nicht mehr gespielt) und Marc Böhnke (Adduktoren-Probleme) fallen gleich vier Sieger vom Vorjahr aus.

Auch Christian Jürgensen (Patellasehnenreizung) und Nedim Hasanbegovic (hat seit fünf Jahren nicht mehr in der Halle gespielt) passen. Und selbst Patrick Thomsen habe nach massiven Knieprobleme im vergangenen Winter signalisiert, dass er lieber zuschauen würde. „Aber er wird es versuchen“, sagt Jurgeleit.

So muss der Trainer auch auf Kevin Schulz zurückgreifen, um auf zehn Feldspieler zu kommen. Schulz ist erst am Sonnabend aus dem Urlaub gekommen und hat Montagabend erstmals wieder trainiert. „Das ist schon grenzwertig gegen diese Konkurrenz“, betont der Trainer und ergänzt: „Die Vorzeichen könnten optimaler sein. Am Ende muss ich noch ran.“ Dann schmunzelt der ehemalige Profi-Stürmer: „Aber ich würde gerne gegen St. Pauli spielen. 

Auch gegen die anderen Teams, das sind alles Traditionsmannschaften, gegen die ich früher schon gekickt habe.“ Im Angriff sieht Jurgeleit aber weniger Probleme, eher in der Deckung: „Torge Paetow ist unser einziger richtiger Abwehrspieler.“

Trotzdem hält der Coach des Regionalliga-Fünften in der Halle alles für möglich – wenn es optimal läuft: „Alle Spieler müssen mitarbeiten, wir müssen unsere Torchancen nutzen und versuchen, die Zuschauer wieder auf unsere Seite zu ziehen.“


Kader ETSV Weiche: Kirschke, Hagge – Thomsen (H. Ostermann), Paetow, Walter, Carstensen, Meyer, Wulff, Cornils, Strömer, Melfsen, Schulz.

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