zur Navigation springen

Fußball : Endspurt auf Transfermarkt: Boateng zu Schalke

vom

Kevin-Prince Boateng zu Schalke 04, Eren Derdiyok zurück nach Bayer Leverkusen und auch die Fehlstarter Hamburger SV und VfB Stuttgart bessern offenbar nach. Auf dem Transfermarkt der Fußball-Bundesliga ist kurz vor dem Ende der Wechselfrist noch einmal kräftig Bewegung gekommen.

Vor allem Schalke 04 investiert dank der Millionen-Einnahmen durch den glücklichen Champions-League-Einzug noch einmal kräftig in den Kader. Nach der Ausleihe von Nationalspieler Dennis Aogo vom HSV nahmen die Schalker mit der Verpflichtung von Boateng vom 18-maligen italienischen Meister AC Mailand einen weiteren Hochkaräter unter Vertrag.

«Deutschland hat die beste Liga der Welt, da gehören die besten Spieler der Welt hin. Ich bin super froh, endlich wieder zu Hause zu sein», sagte Boateng bei seiner Vorstellung am Freitag in Gelsenkirchen. Der 26 Jahre alte Halbbruder von Bayern-Star Jerome Boateng soll rund zwölf Millionen Euro kosten. Boateng soll dabei die Defensive stärken, in den ersten drei Schalker Saisonspielen (ein Punkt) gab es neun Gegentore. Und auch der Einzug in die Champions League entwickelte sich gegen PAOK Saloniki zur Zitterpartie.

Boateng war noch am Mittwoch der gefeierte Star beim 3:0 von Milan gegen die PSV Eindhoven in den Playoffs, als er zwei Tore beisteuerte. Sein Einsatz in der Qualifikation hat aber keinen Einfluss auf seine Spielberechtigung in der Champions League. Für Boateng, der in Deutschland nicht erst seit dem üblen Tritt gegen Michael Ballack vor der WM 2010 nicht den besten Ruf genießt, ist es nach Hertha BSC und Borussia Dortmund die dritte Station in Deutschland. Angesichts der millionenschweren Jahresgehälter für Aogo und Boateng wurden damit die Schalker Zusatzeinnahmen durch die Teilnahme an der Königsklasse von gut 20 Millionen Euro reinvestiert.

Ein derartiges Volumen nimmt die Rückkehr von Derdiyok nach Leverkusen auf Leihbasis für ein Jahr nicht ein, beseitigt aber ein Problem bei 1899 Hoffenheim. Der Schweizer Nationalspieler war zuletzt neben weiteren namhaften Spielern wie Tim Wiese oder Tobias Weis in die Trainingsgruppe 2 der TSG abgeschoben worden. Dagegen hatte Derdiyok geklagt. Der Eilantrag auf einstweilige Verfügung wurde zwar von dem Arbeitsgericht Mannheim-Heidelberg aus «prozessualen Gründen» zurückgewiesen. Allerdings sollte die Klage am 12. September noch in einem Hauptsacheverfahren behandelt werden.

Das hat sich nun erledigt. Derdiyok kehrt dahin zurück, wo er in der Bundesliga eine erfolgreiche Zeit hatte. Von 2009 bis 2012 erzielte der Schweizer in 90 Bundesligaspielen 25 Tore. Danach war er für rund fünf Millionen Euro nach Hoffenheim transferiert worden. «Leverkusen ist für mich der richtige Verein, um wieder durchzustarten. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt, ich kenne einen Großteil der Mannschaft, und wir spielen Champions League. Das ist eine tolle Herausforderung», sagte Derdiyok, der mit dem Wechsel sicher auch eine mögliche WM-Teilnahme nicht gefährden will. Bayer leiht im Gegenzug den Polen Arkadiusz Milik an den FC Augsburg aus. Der FSV Mainz 05 verstärkt sich unterdessen mit dem bulgarischen U-21-Nationalspieler Todor Nedelew.

Zu einem Tauschgeschäft soll es zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC kommen. Demnach beabsichtigen die Norddeutschen, ihren norwegischen Mittelfeldakteur Per Skjelbred für ein Jahr an Hertha auszuleihen. Dafür würden sie im Gegenzug ebenfalls auf Leihbasis Stürmer Pierre-Michel Lasogga erhalten. Beide Clubs wollten einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung noch nicht bestätigen. Vor allem der HSV hatte nach dem Fehlstart mit nur einem Punkt aus drei Spielen noch Bedarf, angesichts der leeren Kasse ist aber nur ein Leihgeschäft möglich. Ebenfalls noch nicht bestätigt ist der Wechsel des brasilianischen Innenverteidigers Vilson zum VfB Stuttgart, auch wenn dessen bisheriger Verein SE Palmeiras aus Sao Paulo den Weggang schon verkündete.

Am Donnerstag hatte auch der SC Freiburg seinen Kader mit dem Tschechen Vladimir Darida von Bayerns Champions-League-Gegner Viktoria Pilsen verstärkt. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler soll rund vier Millionen Euro kosten, was ein Rekordtransfer für die Breisgauer ist. Werder Bremen drängt bei der angestrebten Verpflichtung des Argentiniers Santiago García auf eine Entscheidung der FIFA. Der Linksverteidiger hatte seinen bis 2015 gültigen Vertrag beim italienischen Erstligisten US Palermo wegen Problemen mit den eigenen Fans gekündigt.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Aug.2013 | 15:02 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen