Ein Spitzenspiel ohne große Bedeutung

Darf mal wieder ran: Mario Gomez.
Darf mal wieder ran: Mario Gomez.

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04. Mai 2013, 03:59 Uhr

Dortmund | Beim Vorspiel vor 80 000 Zuschauern für das Champions-League-Finale lassen Dortmunds Coach Jürgen Klopp und Bayern-Trainer Jupp Heynckes wertvolle Wembley-Kräfte nicht mitmachen. Im Bundesliga-Duell heute (18.30 Uhr/Sky) wird der bereits feststehende deutsche Fußball-Meister gegen Borussia Dortmund auf jeden Fall ohne die angeschlagenen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Arjen Robben und Franck Ribéry antreten. "Wenn bei den Bayern zehn oder elf rotieren, haben sie immer noch eine Mannschaft, die Deutscher Meister werden kann", merkte Klopp an, der seinerseits auf die angeschlagenen Mario Götze, Lukasz Piszczek und Sven Bender verzichtet. Ilkay Gündogan und Marco Reus klagen über muskuläre Probleme.

Er sei "zwangsläufig gezwungen, die Mannschaft zu verändern", berichtete Heynckes. Spiele wie ein Champions-League-Halbfinale in Barcelona "kosteten mental und physisch enorme Kraft". Ribéry, der beim 3:0-Sieg gegen den FC Barcelona am Mittwoch einen Schlag aufs Knie erhalten hatte, habe sogar zwei Tage Trainingsverbot erhalten. "Aussagekraft" für das Spiel des Jahres am 25. Mai in London werde das Ligaduell gegen Dortmund ohnehin nicht haben, so Heynckes: "Das Spiel hat für mich null Einfluss auf das Champions-League-Endspiel." So scheint die Bundesliga nur am Rande zu interessieren, während in Dortmund und München bereits die Planungen für das Public Viewing am Finaltag laufen. Betrug am zahlenden Zuschauer sei der Verzicht auf einige Spitzenkräfte im Ligaalltag aber nicht, erklärte Heynckes: "Bei uns werden Gomez und Pizarro auf dem Platz stehen. Sind das etwa keine Topspieler?"

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer übermittelte unterdessen vor dem Treffen in der Liga schon mal eine Kampfansage für das Königsklassen-Finale nach Dortmund. Der BVB habe den deutschen Rekordchampion in den letzten zwei Jahren "nur ärgern können, weil wir Fehler gemacht haben. Aber wir werden im Endspiel diese Fehler nicht mehr machen und deswegen auch gewinnen", sagte Sammer. In London müsse man "den i-Punkt setzen", forderte der frühere Spieler und Trainer des BVB. Auch für ihn ist der Probelauf um Ligapunkte "nicht relevant" für das große Finale in drei Wochen. "Dementsprechend sehen wir das schon relativ gelassen." Beim letzten Gastspiel in Dortmund war das noch ganz anders: Das 0:1 am 11. April 2012 war nicht nur die letzte Auswärtsniederlage der Bayern - sie bedeutete damals auch den K.o. im Kampf um die Meisterschaft.

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