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Doping: Ex-Innenminister weisen Vorwürfe zurück

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Berlin | Die Ex-Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher und Wolfgang Schäuble haben angebliche Forderungen zum Doping-Einsatz während ihrer Amtszeiten bestritten. In der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" hatten Forschergruppen aus Münster und Berlin unter anderem Genscher vorgeworfen, Druck auf Sportmediziner ausgeübt zu haben. Solche Vorwürfe empfinde er als verletzend, sagte der 86-Jährige. Genscher soll bei einem Wortwechsel im Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) vor den Olympischen Spielen 1972 gesagt haben: "Von ihnen als Sportmediziner will ich nur eins: Medaillen in München." Dem entgegnete der FDP-Politiker, von 1969 bis 1974 Innenminister, dass er stets für einen sauberen Sport eingetreten sei und ein Anti-Doping-Gesetz seit langem für notwendig halte. Auch Schäuble, der von 1989 bis 1991 sowie von 2005 bis 2009 Innenminister war, wies sämtliche Vorwürfe zurück: "Mir ist persönlich aus meinen beiden Amtsperioden als Bundesinnenminister nichts bekannt in Zusammenhang mit staatlicher Unterstützung oder Duldung von Sport-Doping," sagte Schäuble. Seine klare Meinung zu dem Thema ist: "Doping schadet den Athleten. Doping zerstört den Sport."

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