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Doping: Ehemalige Innenminister weisen Vorwürfe zurück

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Berlin | Die ehemaligen Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher und Wolfgang Schäuble haben angebliche Forderungen zum Doping-Einsatz während ihrer Amtszeiten bestritten. In der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" hatten Forschergruppen aus Münster und Berlin unter anderem FDP-Politiker Genscher vorgeworfen, Druck auf Sportmediziner ausgeübt zu haben. Solche Vorwürfe empfinde er als verletzend, sagte der 86-Jährige.

Laut dem Doping-Bericht soll Genscher bei einem Wortwechsel im Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) vor den Olympischen Spielen 1972 gesagt haben: "Von ihnen als Sportmediziner will ich nur eins: Medaillen in München." Dem entgegnete der FDP-Politiker, der von 1969 bis 1974 Innenminister war, dass er stets für einen sauberen Sport eingetreten sei und ein Anti-Doping-Gesetz seit langem für notwendig halte.

Auch Schäuble, der von 1989 bis 1991 sowie von 2005 bis 2009 Innenminister war, wies sämtliche Vorwürfe zurück: "Mir ist persönlich aus meinen beiden Amtsperioden als Bundesinnenminister nichts bekannt in Zusammenhang mit staatlicher Unterstützung oder Duldung von Sport-Doping," sagte Schäuble. Seine klare Meinung zu dem Thema ist: "Doping schadet den Athleten. Doping verzerrt die Leistungen und betrügt so die Sportler und die Fans. Doping zerstört den Sport."

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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