Eon Hanse Cup : Deutschland-Achter gewinnt Ruder-Marathon

Schnell unterwegs: Der Deutschlandachter gewann den Sprint-Cup im Rendsburger Kreishafen. Foto: Hobke
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Schnell unterwegs: Der Deutschlandachter gewann den Sprint-Cup im Rendsburger Kreishafen. Foto: Hobke

Doppelter Erfolg auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Der Deutschland-Achter hat beim 12. Eon Hanse Cup nach dem Sprint am Samstag auch auf der Langdistanz über 12,7 Kilometer gewonnen.

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02. Oktober 2012, 12:48 Uhr

Rendsburg | Der Deutschland-Achter hat seinen zweiten Sieg beim 12. Eon Hanse Cup eingefahren. Die Olympiasieger von London fuhren nach 12,7 Kilometern auf dem Nord-Ostsee-Kanal als erste ins Ziel. Zweiter wurde Polen vor Großbritannien. Die Australier erreichten das Ziel mit deutlichem Abstand als letzte. Der Kanal-Cup von Breiholz nach Rendsburg gilt als das härteste Ruderrennen der Welt. Der Deutschland-Achter fuhr bei schwierigen äußeren Bedingungen mit starkem Schiebewind nach 37:07:72 Minuten als erstes Boot über die imaginäre Ziellinie unter der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke.
"Das war eine beeindruckende Vorstellung und ein schöner Abschluss einer langen, erfolgreichen Saison", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer, der sieben Olympiasieger mit nach Rendsburg genommen hatte. Für die verhinderten Filip Adamski (Mannheim) und Richard Schmidt (Berlin) saßen Toni Seifert (Leverkusen) und Sebastian Schmidt (Mainz), Olympia-Sechster im Vierer ohne Steuermann, im Boot. Das deutsche Parade-Boot setzte sich vor mehreren zehntausend Besuchern gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze. Nach der Hälfte der Strecke hatte der Olympiasieger schon fast drei Längen Vorsprung auf Europameister Polen und die Briten. "Das war der Abschluss einer perfekten Saison", meinte Schlagmann Eric Johannesen (Hamburg), der sich mit seinen Mannschaftskollegen über 10.000 Euro Siegprämie freuen durfte. Mehrere zehntausend Menschen verfolgten den Wettbewerb auf der weltweit meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße.
Auch im Sprint siegte das deutsche Team
Gestern hatte das deutsche Team bereits den Sprint-Cup vor Europameister Polen gewonnen. Dritter wurde Großbritannien, Vierter Australien. Schon in der Qualifikation hatte die Crew um den Ratzeburger Florian Mennigen über 250 Meter im Rendsburger Kreishafen die beste Zeit gefahren. Im Halbfinale setzte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ebenso souverän gegen Australien durch wie Polen gegen Großbritannien. Im Endlauf mussten die deutschen Ruderer dann alles geben. Mit einer Bootskastenlänge Vorsprung auf den Europameister fuhr der Olympiasieger über die Ziellinie. "Das war ganz schön knapp. Polen ist immens stark", meinte Florian Mennigen, der in den Polen auch den härtesten Konkurrenten für das Langstreckenrennen am Sonntag sah. "Die sind gut im Saft."
Das bewiesen die Polen bereits am Freitagabend. Beim Ergometer-Cup hinterließ der Europameister den stärksten Eindruck und gewann den Teamwettbewerb (jeweils vier Athleten mussten eine imaginäre 250 Meter lange Strecke rudern). Das deutsche Team wurde hinter Großbritannien und Australien Vierter.

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