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Deutsches Eishockey-Team braucht Schützenhilfe

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erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Helsinki | Jetzt ist Deutschland bei der Eishockey-WM auf Schützenhilfe angewiesen. Die Nationalmannschaft von Bundestrainer Pat Cortina verpasste gestern bei der 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)-Niederlage die USA den möglicherweise entscheidenden Punktgewinn und muss nun auf Punktverluste der Slowaken oder Russen hoffen. Nur 20 Stunden nach dem 2:0-Erfolg über Lettland stemmte sich das deutsche Team tapfer gegen die Nordamerika-Stars, verpasste aber durch eine verschlafene Anfangsphase die Überraschung.

"Der Sieg geht in Ordnung. Wir sind einfach nicht schnell genug aus der Kabine gekommen. Und dann hat natürlich die Kraft ein wenig gefehlt", erklärte Kapitän Christian Ehrhoff. Bobby Butler (3. Minute), Paul Stastny (5.) und Stephen Gionta (52.) bescherten den USA den Favoritensieg und damit auch das Ticket für die K.o.-Runde. Dorthin kann Deutschland nur folgen, wenn Russland oder die Slowakei Zähler abgeben und Cortinas Mannschaft im letzten Vorrundenmatch morgen (15.15 Uhr) gegen Frankreich gewinnt. "Gegen Frankreich wird es für uns ein Riesenspiel", sagte Torhüter Dennis Endrass.

Das Aufeinandertreffen mit dem von NHL-Stars gespickten Team aus den USA stand für Cortina personell unter keinem guten Stern: André Rankel (Quetschung des Außenmeniskus), Frank Mauer (Knochenödem) und Jens Baxmann (Pferdekuss) liefen wegen Verletzungen aus dem Lettland-Spiel erst gar nicht auf. Auch Stürmer Philip Gogulla war angeschlagen, konnte trotz einer Unterkieferfraktur aber spielen - und zeigte eine seiner besten Leistungen bislang in Finnland.

Die nächsten beiden Rückschläge hatte Coach Cortina dann schon in den Anfangsminuten zu verkraften: Butler nach einem Schuss von Justin Faulk, der in der 2. Minute noch am Pfosten gescheitert war, und Kapitän Stastny brachten die Amerikaner schnell in Front. Bei beiden Toren war Torhüter Endras machtlos. Der Mannheimer hatte Rob Zepp im Kasten abgelöst, dem beim Sieg gegen Lettland der historische zweite WM-Shutout in Serie gelungen war - zuletzt brachte das ein deutscher Keeper vor 77 Jahren bei Olympia in Garmisch zustande.

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