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Deutscher Fußball lehnt Ausweitung der Blutkontrollen ab

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Frankfurt/Main | Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine Strategie im Antidopingkampf verteidigt und eine Ausweitung der Blutkontrollen auf die Erstellung von Blutpässen vorläufig ausgeschlossen. "Da wir keine Hinweise auf eine Verbreitung von ausdauerwirksamen Dopingmethoden im deutschen Fußball haben, erscheinen uns aktuell die Blutprofile mit der Notwendigkeit häufiger Blutentnahmen nicht verhältnismäßig", sagte Tim Meyer (45), Teamarzt der Nationalmannschaft.

Blutprofile, wie sie im Radsport oder der Leichtahtletik üblich sind, würden ausschließlich auf Ausdauerdoping abzielen, erklärte Meyer und ergänzte: "Uns scheinen aber anabol wirksame Substanzen nach wie vor die im Fußball wahrscheinlichste Klasse von Dopingmitteln." In der laufenden Saison werden erstmals durch die Nationale Antidopingagentur (Nada) 15 Prozent der zirka 500 Trainingskontrollen als Bluttests durchgeführt. Diese deckten "eine Lücke ab, die vorher bestand", so Meyer. Urin sei jedoch weiterhin "für den weitaus größten Anteil der Substanzen das beste Nachweismedium".

Die als zu gering kritisierte Gesamtzahl der Dopingtests im deutschen Fußball - 2200 pro Saison - verteidigte Meyer: "Durch den engen Fußballkalender sind Wettkampfkontrollen immer auch ein wenig Kontrollen der letzten Trainingstage. Das mag bei einem Radfahrer oder Leichtathleten mit weniger Wettkämpfen anders zu werten sein."

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