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22. Oktober 2017 | 12:46 Uhr

Der Kapitän glaubt noch an Europa

vom

Van der Vaart versucht sich vor seinem 100. Bundesliga-Spiel im HSV-Trikot als Mutmacher / Sieg in Hoffenheim ist Pflicht, um Chance zu wahren

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Kapitän Rafael van der Vaart träumt vor seinem 100. Spiel in der Fußball-Bundesliga für den Hamburger SV trotz einer miserablen Ausgangssituation immer noch von der Qualifikation für die Europa League. "Klar, die Chance auf den internationalen Wettbewerb ist mittlerweile minimal. Doch so lange es eine Möglichkeit gibt, sollten wir alles geben", sagte der niederländische Na tionalspieler und fügte hinzu: "2007 haben wir auch das Unmögliche geschafft und sind in den Europacup eingezogen. Warum sollen sich Wunder nicht wiederholen?" Im Rennen um Europa hilft dem HSV heute (15.30 Uhr) in der Auswärtspartie bei 1899 Hoffenheim allerdings nur ein Sieg. Bei noch zwei ausstehenden Spielen haben die Hanseaten derzeit als Tabellensiebter drei Punkte Rückstand und das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber dem SC Freiburg auf Rang sechs.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Bundesliga-"Dino" aus der Hansestadt gegen keinen anderen Kontrahenten eine so schlechte Auswärtsbilanz aufweist wie gegen Hoffenheim - nur ein Punkt aus vier Partien. Doch selbst bei einem Auswärtscoup wären die Hamburger auf Schützenhilfe angewiesen. Zum Beispiel von Erzrivale Werder Bremen, der heute zeitgleich Eintracht Frankfurt empfängt. Mit 45 Punkten kann der HSV es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, an den Frankfurtern (49) und/oder am SC Freiburg (48) vorbeizuziehen.

Mittelfeldspieler Gojko Kacar wird wegen einer Kapselverletzung im Knie in den verbleibenden zwei Saisonspielen nicht mitwirken. Möglicherweise läuft der 26-jährige Serbe nie wieder für den HSV auf, denn Hannover 96 ist erneut an einer Verpflichtung des Profis interessiert. Im Winter war ein Wechsel zum Nordrivalen noch an den hohen Gehaltsvorstellungen Kacars gescheitert. Dagegen wird Marcell Jansen nach überstandenen Magen-Darm-Problemen heute wieder in die HSV-Startelf zurückkehren.

Trotz der durchwachsenen Saison kann sich van der Vaart derweil sogar vorstellen, bis zu seinem Karriereende an der Elbe zu bleiben. "Ich fühle mich in Hamburg unglaublich wohl. Der HSV ist mein Verein, und hoffentlich bleibt das auch bis zu meinem Karriereende so", sagte der Regisseur, der im vergangenen Sommer bis 2015 unterschrieben hatte: "Wenn man mich so lange will, dann liebend gern." Bis dahin will er unbedingt noch einen Titel gewinnen: "Meine Karriere wäre nicht vollkommen, wenn ich nicht für die HSV-Fans eine Trophäe gewinnen könnte. Das ist ein großer Traum. Hoffentlich schaffen wir das gemeinsam." Die voraussichtliche Aufstellung des Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Jansen - Badelj, Rincon - Son, van der Vaart, Jiracek - Rudnevs

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