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21. August 2017 | 03:05 Uhr

Der Hammer! WM-Aus für Betty Heidler

vom

Moskau (dpa) - Nach dem überraschenden WM-Aus in der Qualifikation war ihr stetes Lächeln voller Traurigkeit, dabei ist Betty Heidler eine der fröhlichsten Hammerwerferinnen der Welt.

«Die Arbeit des ganzen Jahres ist kaputt», sagte die Hammerwurf-Weltrekordlerin enttäuscht. Mit 68,83 Metern blieb die Olympia-Zweite bei der Leichtathletik-WM in Moskau fast zehn Meter unter ihrer Bestleistung. Danach ging sie mit sich hart ins Gericht: «Die Technik war nicht das, was man für ein WM-Finale braucht. Dafür bin ich nicht angereist.»

Nichts funktionierte an diesem Morgen im Luschniki-Stadion. «Oben und unten haben nicht zusammengepasst - die Bewegungen des Oberkörpers und die Beinarbeit», erklärte die 27-jährige Detail-Fanatikern von der LG Eintracht Frankfurt. Im zweiten Versuch warf sie sogar nur 66,41 Meter weit und donnerte den dritten Wurf ins Sicherheitsnetz. «Kleine Fehler machen viele Meter aus. Heute waren es große Fehler.»

Seit Jahren feilt sie daran, den richtigen Dreh zu finden und warf im Mai 2011 mit 79,42 Metern den Hammer weiter als jede andere Frau auf der Welt. Auch in diesem Jahr schaffte Betty Heidler schon 76,48 Meter. «Man kann es oder man kann es nicht», meinte die Weltmeisterin von 2009 und WM-Zweite von 2011 fatalistisch. «Mit Kleinigkeiten kann man viel rausholen, aber man kann eben auch, wenn man viele Fehler macht, direkt hängen bleiben. So ist das Hammerwerfen.»

Schon bei der Europameisterschaften 2012 in Helsinki hatte sie die Qualifikation verpatzt. «Ich kann es nicht ändern, was soll ich den Kopf in den Sand stecken», meinte sie nach dem zweiten Missgeschick. Nach der ersten Enttäuschung überlegte sie schon, den Auftritt beim Berliner ISTAF Meeting abzusagen: «Mal gucken, ob ich noch beim ISTAF an den Start gehe.»

Ebenfalls mit technischen Problemen haderte Heidlers Vereinskollegin Kathrin Klaas, die mit 68,34 Metern ebenfalls nicht weiter kam. «Ich habe viel ausprobiert und umgestellt», sagte sie und trauerte ihrem ersten Wurf beim Warmmachen im Stadion nach. «Der erste Einwerfer hätte vermutlich gereicht, aber Einwerfen ist nicht olympisch.» Wie es richtig gut gehen kann, zeigten die Polin Anita Wlodarczyk mit 76,18 Metern, die WM-Dritte Zhang Wenxiu (China/75,15) und Titelverteidigerin Tatjana Lisenko (Russland/74,60).

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erstellt am 14.Aug.2013 | 11:44 Uhr

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