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Sportticker

19. August 2017 | 07:49 Uhr

Der gute Geist vom Volkspark

vom

HSV strahlt vor Heimdebüt gegen Hoffenheim jede Menge Zuversicht aus

Hamburg | Oft reicht im Fußball, vor allem im sprunghaften und überhitzten Profigeschäft, ein einziger Sieg, um eine verunsicherte Mannschaft in ein vor Selbstvertrauen strotzendes Ensemble zu verwandeln. Und manchmal genügt sogar ein Unentschieden. Wie zum Beispiel im Fall des Hamburger SV, der nach dem spektakulären 3:3 am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga beim FC Schalke 04 plötzlich überhaupt nicht mehr so wirkt, als wäre er dem Untergang geweiht. Im Gegenteil. "Meine Spieler sind hungrig auf Erfolg", sagte Trainer Thorsten Fink mit Blick auf das Heimdebüt der Hanseaten gegen 1899 Hoffenheim (heute, 15.30 Uhr) und fügte hinzu: "Ich spüre einen guten Geist in der Mannschaft."

Nun, entweder ist jener gute Geist gerade erst im Volkspark eingezogen, oder aber er hatte sich während der alles andere als störungsfreien Vorbereitungszeit eine ziemlich gute Tarnung zugelegt. Egal, die internen Querelen um die aussortierten Profis wie Paul Scharner, die zum Teil peinlichen Testspielauf tritte - für den Augenblick sind sie vergessen. Was auch Neuzugang Lasse Sobiech bestätigte: "Ich kann mich den Worten des Trainers nur anschließen, die Vorfreude ist riesig, wir sind heiß auf das erste Heimspiel."

Innenverteidiger Sobiech wird heute ebenso von Beginn an auflaufen wie mindestens neun seiner Teamkollegen, die auch gegen Schalke in der Startelf standen. Das bestätigte Fink. Warum auch nicht, nach dem couragierten und phasenweise auch spielerisch überzeugenden Auftritt in Gelsenkirchen gibt es für den Chefcoach schließlich keinen Anlass, größere Umbauarbeiten vorzunehmen. Einzig die Frage, wer den Ein-Mann-Sturm bilden soll - Artjoms Rudnevs oder wie auf Schalke der gelernte Mittelfeldakteur Hakan Calhanoglu -, wollte der 45-Jährige partout nicht beantworten. "Manchmal muss man so eine Entscheidung offenlassen", sagte der HSV-Trainer, "das kann ein gutes Mittel sein, um die Spannung im Training hochzuhalten."

Doch egal, wer am Ende den Vorzug erhält - die Marschroute der Hanseaten steht ohnehin fest. "Wir wollen vor unseren Fans genau dort weitermachen, wo wir auf Schalke aufgehört haben, also frech und mutig nach vorne spielen", betonte Fink. Die Bilanz spricht eindeutig für den HSV: In den bislang fünf Bundesliga-Heimspielen gegen die Kraichgauer gab es vier Siege und ein Unentschieden.

Unterdessen gibt es übrigens einige Anzeichen dafür, dass der gute Geist vom Volkspark inzwischen auch ein Auge auf den im ersten Versuch abgebrochenen Vertragspoker mit Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier geworfen hat. HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer zeigte sich gestern optimistisch, doch noch eine Einigung mit dem 23-jährigen Leistungsträger erzielen zu können. "Ich glaube weiter an eine Lösung, uns trennen nur Nuancen", sagte Kreuzer der "Bild"-Zeitung. Diekmeier, dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, soll dem Vernehmen nach eine Aufstockung seines Gehalts von 1,2 auf 1,5 Millionen Euro fordern. Die voraussichtliche Aufstellung des Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Sobiech, Westermann, Jansen - Badelj, Arslan - Beister, van der Vaart, Zoua - Rudnevs (Calhanoglu)

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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