Der Endspurt um Europa

Dubai statt Deutschland?  HSV-TrainerThorsten  Fink.
Dubai statt Deutschland? HSV-TrainerThorsten Fink.

Fußball-Bundesliga: Freiburg und Schalke kämpfen im direkten Duell um Champions-League-Qualifikationsplatz / HSV hofft auf Europa League

shz.de von
18. Mai 2013, 03:59 Uhr

Frankfurt/Main | Die einen machen die Schotten dicht, die anderen demonstrieren Selbstvertrauen - und der Rest setzt auf das Prinzip Hoffnung. Vor dem "Finale" in der Fußball-Bundesliga um das "große und kleine Europa" (alle Spiele heute, 15.30 Uhr) könnte die Gemütslage in den Reihen der Kandidaten konträrer nicht sein. Beim FC Schalke 04 und bei Eintracht Frankfurt geht vor den letzten 90 Saisonminuten die Angst um, im Endspurt noch zu Verlierern zu werden. Der SC Freiburg und der Hamburger SV kokettieren indes mit der Möglichkeit, nicht mehr für möglich Gehaltenes zu erreichen.

Druck ist vor allem auf Schalke das Schlüsselwort. Das weiß vor dem "Endspiel" der Königsblauen um die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation beim direkten Konkurrenten Freiburg auch Bundestrainer Joachim Löw. "Freiburg hat nichts zu verlieren, Schalke dagegen muss es schaffen", sagte der 53-Jährige. Der Tabellenvierte Schalke (52 Punkte) braucht in Freiburg (51) ein Remis, um in die Playoffs zur "Königsklasse" einzuziehen.

Eintracht Frankfurt (50 Zähler) könnte derweil - nach 33 Spieltagen auf einem der ersten sechs Plätze - in letzter Minute noch aus den internationalen Rängen purzeln. Die Situation vor dem Spiel gegen Wolfsburg sei "nervenaufreibend", gab Vorstandsboss Heribert Bruchhagen zu. Den Hessen würde ein Unentschieden für die Europa-League-Qualifikation reichen.

Dennoch will der HSV (48) seine Minimalchance nutzen. Dazu müsste ein Heimsieg gegen Bayer Leverkusen - bei einer Niederlage der Frankfurter gegen Wolfsburg - her. In den vergangenen Tagen zündeten die Hanseaten allerlei Störfeuer. "Wir befinden uns in einer angenehmen Situation. Der Druck liegt bei der Eintracht", sagte Keeper Rene Adler, während auch Coach Thorsten Fink (Foto) stichelte: "Wir haben nicht viel zu verlieren, Frankfurt dagegen schon."

Aussagen, die wiederum Eintracht-Coach Armin Veh auf den Plan riefen. "Der Hamburger Trainer hat gesagt, wir hätten den Druck. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Wir haben hier einen Etat von 25 Millionen Euro, das hat der HSV in diesem Jahr an Schulden gemacht", höhnte Veh.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen