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13. Dezember 2017 | 20:35 Uhr

Der 100-Millionen-Euro-Mann

vom

Fußballstar Gareth Bale von Tottenham Hotspur steht weiterhin auf der Wunschliste von Real Madrid ganz oben

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

London/Madrid | Deal oder kein Deal - diese Frage dürfte Daniel Levy zuletzt auf seinem imposanten Anwesen nördlich von London den Schlaf geraubt haben. Ja oder Nein - der Boss des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur muss entscheiden, ob er seinen Superstar Gareth Bale für eine Rekordsumme an Real Madrid verkauft. Oder ob er darauf pocht, dass der walisische Fußballnationalspieler noch eine weitere Saison auf der Insel bleibt.

Der von den Madrilenen mit Vehemenz angestrebte Wechsel des 24-Jährigen ginge als teuerster Transfer in die Geschichte ein. Real-Präsident Florentino Perez soll laut englischen Medienberichten 95 Millionen Pfund bieten - umgerechnet 109 Millionen Euro. Damit würde Bale den bisherigen Weltrekordhalter Cristiano Ronaldo locker übertreffen. Der Portugiese war 2009 für 96 Millionen Euro von Manchester United zu Real gewechselt.

Um die Rekordsumme nicht komplett überweisen zu müssen, will Perez am liebsten die Real-Akteure Angel di Maria und Fabio Coentrao verrechnen und ins Flugzeug nach London setzen. Selbst der deutsche Nationalspieler Sami Khedira könnte laut spanischen Medienberichten im Zuge des Megatransfers vor einem Wechsel zu den Spurs stehen.

Die Verpflichtung von Bale ist für Perez ein Muss. Im Kampf mit dem Erzrivalen FC Barcelona will er nach Barcas spektakulärer Verpflichtung des Brasilianers Neymar unbedingt im großen Stil auf dem Transfermarkt zurückschlagen. Bei der Präsentation des neuen Trainers Carlo Ancelotti hatten die Fans ihre Meinung bereits kundgetan: "Hol Bale" riefen sie dem Clubchef im Santiago Bernabeu zu. Ein Treffen zwischen Spurs-Boss Levy und Perez soll demnächst anstehen.

Der 100-Millionen-Euro-Mann selbst hat sich öffentlich noch nicht geäußert. Sein Kontrakt in London läuft bis 2016. Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht, wohl aber ein Versprechen von Levy, dass Bale bei einem Real-Angebot wechseln dürfe. Vieles spricht daher dafür, dass es in den Verhandlungen zu heftigen Diskussionen kommen wird. Die englischen Zeitungen sind sich sicher: Bale wird kämpfen, um seinen Real-Traum zu verwirklichen.

Der Ausnahmekicker ist einer der Superstars der Premier League. Sein Abschied wäre ein herber Rückschlag für die Champions-League-Ambitionen des Tabellenfünften der vergangenen Saison. "Mit oder ohne Bale - Titelkandidat oder Nobody" titelte der "Daily Mirror". In der vergangenen Saison erzielte der pfeilschnelle Flügelspieler in 33 Partien 21 Tore. Zudem wurde der Waliser in England mehrfach zum Spieler der Saison gewählt. "Er kommt zu uns. Nicht heute oder morgen, aber er kommt", erklärte gestern ein Real-Sprecher. Angeblich soll Bale 9,8 Millionen Euro pro Saison verdienen - so viel wie Superstar Ronaldo.

Zu sicher sollten sich die Spanier aber nicht sein. Spurs-Boss Levy gilt als harter Hund, in ähnlichen Fragen blieb er in der Vergangenheit oft stur. Nicht selten ließ er Spieler und Clubs bis zur letzten Minute der Transferperiode zittern, um den höchstmöglichen Gewinn zu erwirtschaften. Auch diesmal liegen wohl noch ein paar schlaflose Nächte vor ihm - aber auch vor Perez und Bale.

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