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Tennis : Carina Witthöft startet bei den Australian-Open

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die nächste große Tennis-Hoffnung aus dem Norden: Die 18-jährige Wentorferin flog noch als Nachrück-Kandidatin nach Melbourne.

Melbourne | Vor ihrem ersten Australian-Open-Start musste Carina Witthöft schon ein Zitterspiel überstehen. Die 18 Jahre alte Tennisspielerin flog am Neujahrstag nur auf Verdacht nach Down Under. Die Wentorferin (Herzogtum Lauenburg) gehörte bis dahin zu den „Alternates“ für das Qualifikationsfeld. So heißen die Nachrück-Kandidatinnen.

Erst am Montag hatte die Weltranglisten-207. Gewissheit: Sie ist dabei! „Nun ist es endlich sicher!“, schrieb Witthöft auf Facebook und postete dazu ein Foto von sich, wie sie auf einem dieser blauen Hardcourts steht – mit dem berühmten Schriftzug „Melbourne“ an der Grundlinie. Sie schmeißt ihre Arme in die Luft, winkt, strahlt und kreischt. Die Freude ist wohl deshalb noch überschwänglicher, weil es nach dem Hauptfeld-Einzug in Wimbledon im Sommer 2013 und dem damit verbundenen Scheck in Höhe von 36 784 Dollar nicht so steil wie erhofft voranging.

Als ihre Schwäche nennt die deutsche Vize-Meisterin Ungeduld. Als „durchwachsen“ bezeichnet sie ihre erste komplette Profi-Saison 2013 nach ihrem Abitur (Note 2,8). „Zwischendurch hatte ich private Probleme und ein paar Verletzungen“, sagt Witthöft. Und sie ist noch auf Trainersuche. Wenn die Quali beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres heute losgeht, kümmert sich Barbara Rittner um sie. Die Fed-Cup-Teamchefin freut sich über die nächste schleswig-holsteinische Tennis-Newcomerin – nach Angelique Kerber (Kiel), Julia Görges (Bad Oldesloe) und Mona Barthel (Neumünster). Die Bundestrainerin hat längst verkündet, dass Witthöft auch 2014 zu den geförderten Spielerinnen im Porsche-Talentteam gehört. Zugleich sagte sie über die junge Frau mit den dominanten Grundschlägen und dem starken Aufschlag: „Sie weiß gar nicht, wie gut sie ist. Sie hat das Potenzial für die Top 50, vielleicht Top 20. Aber sie muss jetzt selbst ihre Ansprüche hochschrauben.“

Allerdings hat Witthöft sehr wohl eine forsche Art und gibt folgende Ziele aus: „In den nächsten Monaten wären die Top 150 schon ganz nett. Langfristig will ich auf jeden Fall unter die Top Ten!“ Recht passend zu ihren Aussagen charakterisiert sich Witthöft als: „Offen, fröhlich, ehrgeizig.“ Rittner erwartet von ihr noch mehr Profi-Bewusstsein: „Dazu muss sie auch bereit sein, ihre Komfortzone zu verlassen. Und vielleicht mal früher ins Bett gehen und weniger feiern.“

Carinas Karriere ist ein Familien-Unternehmen: Vater und Manager Kai betreibt zwei Tennisanlagen in Hamburg, ihre Mutter Gabriele war ihre erste Trainerin. Die zwei Jahre ältere Schwester Jennifer spielt mit ihr im Zweitliga-Team des Clubs an der Alster auf der Rothenbaum-Anlage.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 08:37 Uhr

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