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Sportticker

23. August 2017 | 12:16 Uhr

Britta Steffen kämpft sich ins Finale

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Barcelona | Britta Steffen hat sich ins vielleicht letzte WM-Einzelfinale ihrer Karriere gekämpft, Marco Koch weckte überraschend Medaillenhoffnungen: Nach zahlreichen Enttäuschungen gab es für das deutsche Schwimmteam gestern am fünften Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Barcelona erstmals mehr Licht als Schatten. "Das ist Balsam für die Seele", sagte Bundestrainer Henning Lambertz.

Weltrekordlerin Steffen ersparte sich eine erneute Enttäuschung auf der Zielgeraden ihrer Karriere. Die 29-Jährige zog über 100 m Freistil als Halbfinalsechste in den heutigen Endlauf ein. "Dass es fürs Finale gereicht hat, ist ein ganz großer Erfolg", sagte Steffen, die sich trotz ihrer drittbesten Zeit (53,85 Sekunden) seit dem Verbot der High-Tech-Anzüge für das Finale keine großen Hoffnungen machte: "Eine Medaille wäre ein ganz, ganz großes Glück. Aber dafür muss von meiner Seite zugelegt werden, ich werde mein Bestes geben."

Das gilt auch für Koch, der als starker Halbfinalzweiter seinen deutschen Rekord über 200 m Brust in 2:08,61 Minuten nur um 28 Hundertstel verfehlte. Dieser soll im Finale fallen. "Ich muss deutlich schneller schwimmen, um eine Medaille zu holen", sagte der Darmstädter. Christian vom Lehn (Essen), WM-Dritter von 2011, schied als Zehnter aus und meinte: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich am Ende so untergehe." Auch für Rückenschwimmer Yannick Lebherz (Potsdam) war im 200-m-Halbfinale Endstation.

Die Highlights setzten erneut die anderen. Die Dänin Rikke Pedersen sorgte im Halbfinale über 200 m Brust in 2:19,11 Minuten für den dritten Weltrekord dieser WM. Der fünfmalige Olympiasieger Ryan Lochte (USA) gewann Gold über 200 m Lagen, Landsfrau Missy Franklin mit der 4x200-m-Freistilstaffel der USA bereits ihren vierten Titel.

Von Gold ist Steffen weit entfernt, die Topkonkurrenz um die schwedische Halbfinalgewinnerin Sarah Sjöström (52,87) ist der Doppel-Olympiasiegerin von 2008 enteilt. "Das sind Zeiten, die sind echt saustark", meinte die Hallenserin. Auf der Tribüne hatte der Rest des deutschen Teams um Steffen Deibler (Hamburg) mitgefiebert. Der Weltjahresbeste geht heute über 100 m Schmetterling als Mitfavorit an den Start.

Möglicherweise half Britta Steffen auch der Besuch von Paul Biedermann, der seine Freundin nach der Staffelschlappe aufbaute. Bundestrainer Lambertz hatte von Steffen gefordert, "dass sie zeigt, dass sie noch immer eine Führungsfigur ist." Das ist ihr zweifellos gelungen.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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