Brenzlige Zeiten

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09. April 2013, 03:59 Uhr

Rehden ist ein kleiner beschaulicher Ort im Landkreis Diepholz mit nicht einmal 1800 Einwohnern. Dafür gibt es dort einen Fußball-Regionalligisten, den BSV Schwarz-Weiß Rehden. Und der niedersächsische Aufsteiger hält sich erstaunlich gut in den vierten Liga, steht zurzeit auf dem sechsten Tabellenplatz, elf Ränge vor dem Hamburger SV II. Der war am Wochenende zu Gast beim BSV und ging sang- und klanglos 1:4 unter.

Eigentlich nicht der Rede wert, wären die Hamburger nicht mit acht Spielern aus dem Profikader angetreten, darunter die Nationalspieler Petr Jiracek, Jeffrey Bruma, Slobodan Rajkovic und Gojko Kacar. Bruma war sogar erfolgreich, traf zweimal - einmal allerdings ins eigene Tor. Dabei braucht die zweite Mannschaft des Bundesliga-Dinos die Punkte mindestens so sehr wie die erste. Denn sollte sich die HSV-Reserve nicht noch zur einer Erfolgsserie aufraffen, steht am Ende der Saison unweigerlich der Abstieg in die Fünftklassigkeit. In der Hamburger Oberliga warten dann Clubs wie SV Curslack-Neuen gamme, SV Lurup oder Eintracht Norderstedt. Und da sollen sich dann junge und talentierte Spieler aus der zweiten Reihe des HSV die nötige Reife holen, um möglichst schnell den Sprung in den Bundesliga-Kader zu schaffen?!

Es brennt beim traditionsreichen Hamburger SV an allen Ecken und Enden. Höchste Zeit, mit den Löscharbeiten zu beginnen.

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