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Tischtennis : Boll und Ovtcharov gegen Top-Chinesen

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Zwei Wochen nach seinem souveränen EM-Sieg hat Europas neuer Tischtennis-König Dimitrij Ovtcharov den nächsten Titel ins Visier genommen. Beim Weltcup im belgischen Verviers trifft «Dima» nicht nur auf zwei der Top-Chinesen.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 12:19 Uhr

Rekord-Europameister Timo Boll feiert nach mehrwöchiger Pause ein internationales Comeback. Ob seine Form ausreicht, um die erwartete Wachablösung im deutschen Tischtennis zu verhindern, bleibt indessen abzuwarten.

«Für mich ist jedes Spiel ein schweres Match. Ich muss meine Form finden, bin aber in der Lage, mich schnell zu steigern», sagte Boll. Er trifft zum Auftakt auf Jiang Tianyi aus Hongkong. Zudem kommt es bereits am ersten Tag zu zwei brisanten deutsch-chinesischen Duellen. Patrick Baum fordert als dritter deutscher Teilnehmer den Top-Favoriten Xu Xin heraus, Ovtcharov bekommt es mit Chinas Jung-Star Yan An zu tun.

«Angst habe ich nicht. Ich kenne Yan An gut, wir haben bei den China Open zusammen Doppel gespielt», kommentierte Ovtcharov am Donnerstag die Auslosung. Der 25 Jahre alte Rechtshänder liegt als Weltranglisten-Sechster nur einen Platz und 13 Punkte hinter Boll. Dem neuen Europameister könnte nach Berechnungen des Weltverbandes der Einzug in das Viertelfinale reichen, um Boll im Ranking zu überholen, falls dieser das mit mehr als 110 000 Euro dotierte Turnier nicht gewinnt.

Auf dieses Rechenspiel wollte sich Ovtcharov nicht einlassen. «Ich freue mich einfach auf das Turnier mit einigen der besten Spieler der Welt», sagte der Hamelner, der für Fakel Orenburg in Russland spielt. Zu den besten Spielern der Welt gehört er in jedem Fall. In Verviers liegt er hinter dem Weltranglisten-Zweiten Xu Xin und Boll auf Platz drei der Setzliste. Sein Auftaktgegner Yan An, der den verletzten Weltmeister Zhang Jike vertritt, folgt an Position fünf.

Boll hofft, dass er in der Hall du Paire nahe Lüttich seinen Rhythmus wieder findet. Das Turnier mit insgesamt 20 Spielern zählt zu seinen Lieblings-Veranstaltungen. «Den World Cup würde ich als mein Turnier bezeichnen. Zweimal habe ich es gewonnen, zwei weitere Male im Finale gestanden», berichtete der Sieger von 2002 und 2005. Damals fand das Prestigeturnier direkt in Lüttich statt - vielleicht ein gutes Omen für den Düsseldorfer Bundesliga-Star.

Das deutsche Trio muss nicht in die Qualifikation, sondern steht bereits in der Hauptrunde mit vier Dreier-Gruppen. Danach wird vom Viertelfinale bis zum Endspiel am Sonntag im K.o-System gespielt.

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