Bei der Generalprobe fliegen die Fetzen

Meinungsverschiedenheit: Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer (li.) und Dortmund-Coach Jürgen Klopp beharkten sich kräftig.  Foto: getty
Meinungsverschiedenheit: Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer (li.) und Dortmund-Coach Jürgen Klopp beharkten sich kräftig. Foto: getty

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06. Mai 2013, 03:59 Uhr

Dortmund | Platzverweis, Rudelbildung, Wortgefechte - bei der bedeutungslosen Ouvertüre für Wembley ging es hoch her, es flogen die Fetzen. Wutentbrannt und lautstark stritten Dortmunds Trainer Jürgen Klopp und Münchens Sportvorstand Matthias Sammer an der Seitenlinie über die Gelb-Rote Karte gegen Bayern-Profi Rafinha. Und auch nach dem 1:1 (1:1) im Gift-Gipfel der Fußball-Bundesliga wurde hüben wie drüben kräftig gestichelt. "Da war richtig Pfeffer drin", kommentierte Klopp. Ähnlich sah es Bayern-Torhüter Manuel Neuer: "Ein Spiel gegen Dortmund ist nie ein Freundschaftsspiel."

Bereits drei Wochen vor dem Champions-League-Finale in London bekamen alle Beteiligten die Rivalität zwischen dem alten und neuen Meister zu spüren. Allein die durch den Platzverweis von Rafinha in der 65. Minute verursachte Aufregung gab einen Vorgeschmack auf das, was sich beim Showdown an der Themse abspielen könnte. Der zu Recht mit der Ampelkarte geahndete Ellbogencheck des Brasilianers gegen BVB-Profi Jakub Blaszczykowski verwandelte die Partie in ein hitziges Duell.

"Ich habe Rafinha gesagt, er soll die Finger von Kuba lassen. Daraufhin hat Sammer zu mir gesagt, dass ich den Spieler in Ruhe lassen soll", schilderte Klopp den Disput. Erst nach Aufforderung von Referee Peter Gagelmann gaben sich der BVB-Coach und Sammer die Hand. Versöhnt wirkten die beiden Streithähne aber nicht. "Ich war nicht darauf aus, neue Freunde zu finden", giftete Klopp.

So unterschiedlich wie die Bewertung der Ampelkarte von Rafinha fiel derweil die Beurteilung des Spiels aus. Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wertete das 1:1 nach Toren von Kevin Großkreutz (11.) und Mario Gomez (23.) als ermutigendes Signal für den Saisonhöhepunkt. "Dortmund scheint sich schwer damit zu tun, gegen Bayern zu gewinnen", sagte Rummenigge. Nicht minder positiv waren die Rückschlüsse von BVB-Kapitän Sebastian Kehl: "Wir haben gezeigt, dass wir die Bayern schlagen können."

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