Olympia : Beckenbauer: Olympia-Aus wird Gegnern leidtun

Auch Franz Beckenbauer hatte sich für eine Münchner Olympia-Bewerbung ausgesprochen.
Auch Franz Beckenbauer hatte sich für eine Münchner Olympia-Bewerbung ausgesprochen.

Reith (dpa) - Franz Beckenbauer sieht im verlorenen Bürgerentscheid der Olympia-Befürworter eine verpasste Möglichkeit für den Freistaat.

shz.de von
11. November 2013, 14:23 Uhr

«München, das Land Bayern haben eine große Chance vertan, sich in der Weltöffentlichkeit zu präsentieren», sagte Beckenbauer am Montag bei der Jubiläumsveranstaltung seines Managements in Reith/Österreich. Olympische Spiele seien ein Geschenk, hob der «Kaiser» hervor. «Das wird ihnen irgendwann leidtun.»

Man sollte vielleicht darüber nachdenken, ob ein Bürgerentscheid im Vorfeld sein müsse, meinte Beckenbauer. Fußball sei sicher etwas anderes als Wintersport und beschäftige das ganze Land, so der Ehrenpräsident des FC Bayern. «Aber ich wüsste nicht, wie eine Bürgerbefragung ausgehen würde, wenn wir uns für die Fußball-Weltmeisterschaft 2496 bewerben würden.»

Auch einen Tag nach der klaren Abfuhr beim Bürgervotum haderte Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch mit dem Aus der Winterspiel-Träume für 2022. «Klar ist das eine verpasste Chance, vor allem war es das jetzt mit Olympia in Deutschland. Da wird es keine Bewerbung mehr geben, das ist ja ganz klar nach so einem desaströsen Bürgervotum, dass das eben tot ist», sagte die Skirennfahrerin.

Alpindirektor Wolfgang Maier sieht es ähnlich. «Ich wüsste nicht, wer sich nochmal an das Thema rantrauen soll», sagte Maier mit Blick auf Winterspiele - und für Sommer-Olympia gilt das erst recht. «Das halte ich noch für zehnmal unwahrscheinlicher als eine Winter-Olympiade.»

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