Handball-Bundesliga : Auswärtssieg für THW in Minden

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga wieder die Tabellenführung übernommen. Die Zebras gewannen gestern Abend bei GWD Minden mit 30:24 (16:11).

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15. Februar 2008, 07:13 Uhr

Einen Tag nach dem 38:22-Erfolg der SG Flensburg-Handewitt gegen TuSEM Essen kamen die Kieler gestern zu einem ungefährdeten 30:24 (16:11)-Sieg bei GWD Minden und verdrängten den Nordrivalen von Platz eins.
Noch einmal wie vor zwei Jahren ließ sich der "Goliath" THW vom "David" GWD Minden nicht überraschen. Am 12. Februar 2006 traten die Kieler ebenfalls als hoher Favorit in der Kampa-Halle an - und mussten mit einer peinlichen 30:32-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Gestern ging es für das Team von Trainer Noka Serdarusic von Beginn an nur um die Höhe des Sieges. Allerdings benötigte der amtierende Deutsche Meister eine gewisse Zeit, um in Schwung zu kommen.
Zu Beginn der Partie hatte vor allem Mindens Neuzugang Svenn Erik Medhus etwas gegen einen Erfolg der Gäste. Mit ihren ersten vier Würfen scheiterten die Kieler am starken GWD-Torhüter. Erst Henrik Lundström konnte Medhus mit einem Gegenstoß nach gut fünfeinhalb Minuten erstmals zur 1:0-Führung für die Gäste überwinden. THW-Keeper Thierry Omeyer fand hingegen nicht zu seiner guten Form der vergangenen Spiele, so dass Minden zunächst auf Schlagdistanz blieb, allerdings ohne jemals selbst in Front zu liegen. Im Laufe der ersten Halbzeit traten die Unterschiede in der Qualität der beiden Teams aber immer deutlicher zu Tage. Vor allem im Rückzugsverhalten zeigten die abstiegsbedrohten Hausherren Schwächen, die vom THW gnadenlos ausgenutzt wurden. Nikola Karabatic, Filip Jicha, Christian Zeitz oder Kim Andersson trafen ohne große Gegenwehr aus der zweiten Welle und hatten großen Anteil an der 16:11-Pausenführung der Gäste.
Wirklich spannend wurde es auch im zweiten Durchgang nicht, wenngleich GWD Minden noch einmal auf 16:17 (35.) herankam. Doch beim 22:17 (40.) war der Fünf-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Beim Abpfiff betrug er sechs Treffer. "Wir haben hier schon einmal verloren. Das wollten wir diesmal unbedingt verhindern. Deshalb haben wir auch bis zum Schlusspfiff nicht nachgelassen", sagte Kim Andersson.
THW Kiel: Omeyer (1. - 42.), M. Andersson (42.-60.) - Lund, K. Andersson (2), Lundström (7), Kavticnik, Anic (n.e.), Lövgren (n.e.), Ahlm (6), Szilagyi, Zeitz (5), Karabatic (6/2), Klein (n.e.), Jicha (4).

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