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Sportticker

22. August 2017 | 05:50 Uhr

Achtungserfolg für den HSV

vom

Hanseaten starten mit spektakulärem 3:3 bei Schalke 04 in die neue Spielzeit / Zweimalige Führung reicht nicht zum Sieg

Gelsenkirchen | Der Hamburger SV hat zum Auftakt der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga zwar einen Auswärtscoup verpasst, aber dennoch einen Achtungserfolg gefeiert. Beim FC Schalke 04 erkämpfte sich die Elf von Trainer Thorsten Fink in einer turbulenten und mitreißenden Partie ein verdientes 3:3 (2:2)-Unentschieden.

"Wir hätten vielleicht etwas mehr verdient gehabt. Wir haben sehr gut gespielt, aber in der ersten Halbzeit zweimal gepennt", sagte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart. Das dritte Gegentor nahm Nationalkeeper René Adler auf seine Kappe: "Den muss ich festhalten, dann gewinnen wir das Spiel. Das war einfach schlecht." Der HSV überraschte mit einem engagierten Auftritt und einer offensiven Ausrichtung. "Heute war die Mannschaft auf den Punkt bereit. Wir haben taktisch hervorragend gespielt", erklärte HSV-Manager Oliver Kreuzer.

Schalkes Torjägrer Klaas-Jan Huntelaar war nicht richtig zufrieden. "Normalerweise müssen wir zu Hause gewinnen. Aber ein Unentschieden war heute das Maximum." Schalkes Coach Jens Keller analysierte: "Wir bekommen drei Gegentore zuhause und das ist viel zu viel. In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht im Spiel, in der zweiten Halbzeit haben wir dann sehr viel richtig gemacht."

61 973 Zuschauer in der Gelsenkirchener Arena sahen gestern einen wechselhaften FC Schalke 04, der sich trotz der zwei Treffer von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (2., 45.+2.) und des Tores von Neuzugang Adam Szalai (72.) am Ende über das Remis nicht beschweren durfte. Für die überraschend agilen Gäste waren Rafael van der Vaart (12./Handelfmeter), Maximilian Beister (23.) und Lasse Sobiech (49.) erfolgreich.

Schalkes Coach Jens Keller hatte nach dem dürftigen 2:0 im Pokal gegen den Fünftligisten Nöttingen zum Bundesliga-Start mehr Seriosität und Biss gefordert - sein Team tat ihm sofort den Gefallen. Nach nur 84 Sekunden veredelte Huntelaar einen Pass von Julian Draxler und schloss einen Konter der Gastgeber zur Führung ab. Die Arena tobte, aber selbst dieser Bilderbuchstart gab den Aktionen der Schalker keine Sicherheit. Im Gegenteil: Der HSV schüttelte sich kurz und schlug zurück.

Die Hanseaten wirkten auf einmal gedankenschneller, aggressiver und strukturierter. Schalke ließ sich weit zurückfallen, jegliches Pressing vermissen und brachte sich durch unnötige Fehler immer wieder in Bedrängnis. Eine Flanke von HSV-Profi Marcell Jansen sprang Joel Matip an den Arm - den Handelfmeter verwandelte van der Vaart zum 1:1 (12.). Die Norddeutschen blieben am Drücker, Schalke agierte zu passiv.

Auch vor dem zweiten Treffer der Gäste stimmte bei Schalke die Zuordnung nicht. In bester Franz-Beckenbauer-Manier setzte Heiko Westermann mit einem 40-Meter-Pass auf der rechten Seite Dennis Diekmeier ein, und dessen perfekte Flanke verwertete Beister zum 2:1 für den HSV (23.). Auch bei van der Vaarts Freistoß vier Minuten später stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht - der Kopfball von Milan Badelj klatschte gegen die Latte. Kurz vor der Halbzeit dann aber doch wieder Schalke: Huntelaar köpfte eine Hereingabe von Christian Fuchs zum schmeichelhaften 2:2 ein (45.+2).

Kurz nach dem Wechsel durfte HSV-Neuzugang Sobiech nach einer Ecke ungehindert einköpfen (49.). Erst nach dem erneuten Wachmacher legte der Revierclub seine Lethargie ab. Endlich zeigten die Gelsenkirchener die nötige Dringlichkeit. Zuerst vergab der in der 50. Minute eingewechselte Szalai aus drei Metern (69.), aber 180 Sekunden später machte es der Neue aus Mainz besser - 3:3. Nationaltorhüter Rene Adler sah dabei sehr unglücklich aus, sein Team rettete das verdiente Remis aber über die Zeit.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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