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Sportticker

23. August 2017 | 10:28 Uhr

Achtungserfolg für den Hamburger SV

vom

Hanseaten starten mit spektakulärem 3:3-Unentschieden beim FC Schalke 04 in die neue Spielzeit der Fußball-Bundesliga / Zweimalige Führung reicht nicht zum Sieg

Gelsenkirchen | Der Hamburger SV hat zum Auftakt der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga einen Auswärts coup verpasst, aber dennoch einen Achtungserfolg gefeiert. Beim FC Schalke 04 erkämpfte sich die Elf von Trainer Thorsten Fink in einer turbulenten Partie ein verdientes 3:3 (2:2)-Unentschieden.

"Wir hätten vielleicht sogar etwas mehr verdient gehabt. Wir haben sehr gut gespielt, aber in der ersten Halbzeit zwei Mal gepennt", lautete das Fazit von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart. Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar meinte: "Normalerweise müssen wir zu Hause gewinnen. Aber ein Unentschieden war heute das Maximum."

61 973 Zuschauer in der Gelsenkirchener Arena sahen gestern einen wechselhaften FC Schalke 04, der sich trotz der zwei Treffer von Huntelaar (2., 45.+2.) und des Tores von Adam Szalai (72.) über das Remis nicht beschweren durfte. Für die agilen Gäste waren van der Vaart (12./ Handelfmeter), Maximilian Beister (23.) und Lasse Sobiech (49.) erfolgreich.

Schalkes Coach Jens Keller hatte nach dem dürftigen 2:0 im Pokal gegen den Fünftligisten Nöttingen zum Bundesliga-Start mehr Seriosität und Biss gefordert - sein Team tat ihm sofort den Gefallen. Nach 84 Sekunden veredelte Huntelaar einen Pass von Julian Draxler und schloss einen Konter der Gastgeber zur Führung ab. Die Arena tobte, aber selbst der Bilderbuchstart gab den Aktionen der Schalker keine Sicherheit. Im Gegenteil: Der HSV schüttelte sich kurz und schlug zurück.

Die Hanseaten wirkten gedankenschneller, aggressiver und strukturierter. Schalke ließ sich weit zurückfallen und brachte sich durch unnötige Fehler immer wieder in Bedrängnis. Eine Flanke von HSV-Profi Marcell Jansen sprang Joel Matip an den Arm - den Handelfmeter verwandelte van der Vaart zum 1:1 (12.). Die Norddeutschen blieben am Drücker, Schalke agierte zu passiv.

Auch vor dem zweiten Treffer der Gäste stimmte bei Schalke die Zuordnung nicht. Heiko Westermann setzte mit einem 40-Meter-Pass Dennis Diekmeier ein, und dessen Flanke verwertete Beister zum 2:1 für den HSV (23.). Vier Minuten später klatschte ein Kopfball von Milan Badelj gegen die Querlatte. Kurz vor der Halbzeit dann aber doch wieder Schalke: Huntelaar köpfte eine Hereingabe von Christian Fuchs zum schmeichelhaften 2:2 ein (45.+2).

Kurz nach dem Wechsel durfte HSV-Neuzugang Sobiech nach einer Ecke ungehindert einköpfen (49.). Erst nach dem erneuten Wachmacher legte der Revierclub seine Lethargie ab. Nun zeigte Schalke die nötige Entschlossenheit. Zuerst vergab der eingewechselte Szalai aus drei Metern (69.), aber 180 Sekunden später machte es der Neue aus Mainz besser - 3:3. Nationaltorhüter Rene Adler sah dabei unglücklich aus, sein Team rettete das verdiente Remis aber über die Zeit.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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