Handball-Bundesliga : 47:40 - SG feiert Rekordsieg in Melsungen

Nach einem totalen Fehlstart 2:8 hinten gelegen - aber am Ende mit 47:40 (21:22) gewonnen. Die SG Flensburg-Handewitt hat bei der MT Melsungen einen neuen Torrekord erzielt.

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19. November 2007, 06:17 Uhr

"87 Tore, Handball mit so viel Geschindigkeit habe ich noch nicht erlebt." Fynn Holpert, Manager der SG Flensburg-Handewitt, staunte nach dem 47:40 bei der MT Melsungen über das hohe Tempo, das beide Mannschafen über 60 Minuten gegangen waren. Aber noch mehr über seine Mannschaft, die nach einem 2:8-Rückstand (8. Minute) trotz der Strapazen der Champions League Tour nach Spanien und der 24:29-Niederlage bei Ciudad Real zu so einer Trotzreaktion fähig gewesen war.
Die Flensburger Abwehr fand während der gesamten Spielzeit zwar keine Einstellung zu Stojanovic und Valo, den beiden überragenden Akteuren im Melsunger Trikot. Dafür spielte der Angriff nach dem Anfangsschlaf nahezu perfekt. Es dauerte jedoch bis zur 22. Minute, bis beim 16:16 wieder der Ausgleich geschafft war, und noch weitere 14 Minuten bis zur 26:25-Führung durch Thomas Mogensen. Danach war die SG nicht mehr zu halten. In Unterzahl zogen die Flensburger erstmals auf drei Tore davon (29:26) und versetzten den tapfer kämpfenden Melsungern zwischen der 51. und 54. Minute den endgültigen K.o., als sie aus einem 36:35 ein 40:36 machten.
Überragend im Flensburger Angriff spielten dabei Thomas Mogensen (9), der den erkrankten Regisseur Ljubomir Vranjes mehr als würdig vertrat, und Rechtsaußen Torge Johannsen, der gar zehn Mal traf. Doch auch Blazenko Lackovic und Marcin Lijewski auf den Halbpositionen hatten großen Anteil an diesem wichtigen SG-Erfolg. "Endlich finden einige Spieler wieder zu der Form, die wir von ihnen erwarten", freute sich Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen. Und Trainer Kent-Harry Andersson meinte: "Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer, aber für uns waren die Punkte noch toller."
MT Melsungen: Lelentric, Nusil (50.-56. Minute) - Brovka (4), Kourtchev (n.e.), Klitgaard (5), Hazl (7/6), Valo (10), Tellander (1), Hruby, Stojanovic (7), Sanikis (n.e.), Karipidis (3/1), Blank (n.e.), Balomenos (3).
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (10.-34. Minute) - von Behren, Nielsen (1), Lackovic (5), Eggert (1/1), Mogensen (9), Holmgeirsson (n.e.), Jensen (4), Christiansen (9/5), Johannsen (10), Lijewski (5), Petersson (3), Knudsen.
Schiedsrichter: Lemme/Ullrich (Magdeburg).
Zeitstrafen: 4:4. - Siebenmeter: 10:8.
Zuschauer: 2100.

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