33:24 - SG ist Herbstmeister

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Mit einem 33:24 (16:13) bei GWD Minden sicherte sich das Team die "Herbstmeisterschaft" in der Handball-Bundesliga.

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22. Dezember 2007, 08:34 Uhr

Die Freude war verhalten, die Spieler der SG Flensburg-Handewitt hatten es nach dem 33:24 (16:13)-Auswärtserfolg bei GWD Minden eilig. Schnell duschen, umziehen, ab in den Bus und nach Hause, um zwei freie Tage zu genießen. Denn schon am Mittwoch geht es für den "Herbstmeister" der Handball-Bundesliga weiter. Zum Rückrundenstart kommt der TuS N-Lübbecke.
Der Sieg in Minden, wo man vor zwei Jahren mit dem 22:22 einen wichtigen Punkt im Titelkampf gelassen hatte, war für die Flensburger schnell abgehakt. "Wir haben in der ersten Hälfte im Angriff zu viele Fehler gemacht, aber nach dem Wechsel lief alles super. Und dann sind wir eine unglaubliche Mannschaft", meinte Linksaußen Anders Eggert, der sich diesmal anstelle von Lars Christiansen 60 Minuten lang auf dem Spielfeld hatte tummeln dürfen. Mit sieben Treffern avancierte er dabei zum zweitbesten Flensburger Werfer. Übertroffen wurde er nur von seinem dänischen Landsmann Michael Knudsen, der wie gegen die Rhein-Neckar-Löwen eine fast fehlerfreie Vorstellung bot und acht Mal ins gegnerische Netz traf.
Vor 3500 Zuschauern in der nicht ausverkauften Kampa-Halle hätten die Flensburger schon vor der Pause höher als 16:13 vorn liegen können. "Da haben wir im Angriff nicht optimal gespielt", meinte Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen. "Und die Zeitstrafen haben uns etwas aus dem Rhythmus gebracht", ergänzte Trainer Kent-Harry Andersson. So kamen die Gastgeber nach einem 6:12-Rückstand beim 13:15 bedrohlich auf. Und auch nach dem Wechsel beim 18:20 in der 39. Minute durften die Ostwestfalen noch hoffen. Doch innerhalb von vier Minuten beseitigten die Flensburger alle Zweifel, wer die Kampa-Halle als Sieger verlassen würde. Aus dem 23:19 machte der Bundesliga-Spitzenreiter eine 27:19-Führung. Der Rest war Schaulaufen.
"Ich bin sehr zufrieden mit der Hinrunde", lautete das Fazit von Kent-Harry Andersson. „Wir haben gezeigt, dass wir weiter zur Spitze in Deutschland zählen. Und damit haben viele nach unserer schlechten Vorbereitung nicht gerechnet." Auch Manager Fynn Holpert war stolz auf seine Mannschaft: "Wir haben nur fünf Minuspunkte und alle Topteams bis auf Nordhorn geschlagen. Damit muss man mehr als zufrieden sein." Torhüter Dan Beutler benötigte dagegen für den bisherigen Saisonverlauf der SG nur ein Wort: "Überragend."
GWD Minden: Besirevic, Buhrmeister (ab 48. Minute) – Hynek, Niemeyer (2), Henriksson, Buschmann (1), Simon (3), Just (11/3), Schäpsmeier (3), Jonsson, Chejic, Haaß (4).
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (ab 55. Minute) – Lackovic (6), Nielsen (3), Eggert (7/3), Mogensen (2), Holmgeirsson, Jensen (2), Christiansen (n.e.), Vranjes, Johannsen (1), Lijewski (1), Petersson (3), Knudsen (8).
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf.
Zeitstrafen: 5:3. - Siebenmeter: 3:3.
Zuschauer: 3500.

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