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31:25 gegen die Löwen: Kiel macht 18. Titel perfekt

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Überragende erste Hälfte des THW / Gislason: "Bin stolz auf das, was die Mannschaft geleistet hat"

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Eine Viertelstunde vor der Schlusssirene sangen die Fans bereits. "Olé, Olé, Deutscher Meister, wird wieder der THW", hallte es durch die Kieler Arena. Dass der THW Kiel seine 18. Deutsche Meisterschaft feiern würde, daran zweifelte beim Zwischenstand von 24:14 niemand mehr. Es rollten Wellen durch die Kieler Ränge. Und nach dem ungefährdeten 31:25 (15:7)-Sieg gegen die Rhein Neckar-Löwen fielen sich die Kieler Profis in die Arme. Mit 55:7-Punkten sind sie drei Spieltage vor Ultimo nicht mehr abzufangen.

"Wir haben überragend verteidigt und deshalb verdient gewonnen", würdigte THW-Coach Alfred Gislason vor allem die spektakuläre Abwehrleistung seines Teams in der ersten Halbzeit. "Ich bin sehr stolz auf das, was mein Team in dieser Saison leistet."

Der THW erteilte den Löwen eine Handball-Lektion. Speziell die 3:2:1-Abwehr mit Filip Jicha als Spitze nahm den Löwen-Angreifern jedwede Luft zum Atmen. Selbst in Überzahl gelangen den Badenern keine Treffer. Wenn überhaupt etwas auf das Kieler Tor kam, dann stand da noch Thierry Omeyer.

So zog der THW, obwohl er selbst Probleme mit der guten 6:0-Abwehr der Löwen hatte, kontinuierlich davon. Der Gastgeber trafen sogar in Unterzahl, etwa als Linkshänder Marko Vujin aus zehn Metern einen Sprungwurf in den rechten Torwinkel wuchtete.

Lediglich bis zum 7:4 hielten die Gäste dem hohen Druck einigermaßen stand. Als dann Uwe Gensheimer bei seinem Comeback nach auskuriertem Achillessehnenriss beim ersten Siebenmeter an Omeyer scheiterte, einen zweiten beim Stand 11:6 (27.) an die Latte warf, kollabierten die Löwen. Nun rollte ein Gegenstoß nach dem anderen auf das Löwen-Tor. Beim 15:7 zur Pause gab es die ersten stehenden Ovationen.

Es war klar, dass der THW diesen spektakulären Wert nach der Pause nicht würde wiederholen können. Aber dafür gab es sofort ein offensives Signal: Einen Traumpass von Omeyer übers ganze Spielfeld nutzte Dominik Klein, und in der 32. Minute führte Kiel erstmals mit zehn Toren (17:7). Goran Stojanovic, der nun im Löwen-Tor stand, hielt zwar einige Bälle. Aber als Ilic einen Gegenstoß zum 19:9 einwarf (37.), ertönten bereits die ersten Siegesgesänge auf den Rängen.

Die Löwen verkürzten zwar in den letzten Minuten noch um einige Treffer. Aber der THW ließ sich auf dem Weg zur Titelverteidigung nicht mehr aufhalten.THW Kiel: Omeyer, Palicka (ab 44. Minute) - Toft-Hansen (2), Sigurdsson (3), Sprenger (4), Ahlm, Wiencek (2), Ekberg (1), Palmarsson (2), Narcisse (1), Ilic (2), Klein (4), Jicha (3), Vujin (7/2).

Rhein-Neckar Löwen: Landin, Stojanovic (ab 31. Minute) - Schmid (4/1), Gensheimer (1), Roggisch, Sesum (1), I. Guardiola (3), Sigurmannsson (2), Myrhol (5), Groetzki (4), G. Guardiola (2), Petersson, Ekdahl du Rietz (2), Schmidt (1).

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).

Zeitstrafen: 3:2. - Siebenmeter: 2:3. - Zuschauer: 10 285 (ausverkauft).

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