Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung : Special Olympics in Kiel: Hier gehen rund 4000 Athleten auf Medaillenjagd

<p>Rückblick auf die Spiele in Hannover 2016: Dennis Winkler von der Lebenshilfe Heidenheim hat ein gutes Rennen abgeliefert und freut sich zurecht über seine Leistung.</p>

Rückblick auf die Spiele in Hannover 2016: Dennis Winkler von der Lebenshilfe Heidenheim hat ein gutes Rennen abgeliefert und freut sich zurecht über seine Leistung.

Riesiges Sportevent in der Landeshauptstadt – shz.de zeigt, wo genau es im Mai zu Land und zu Wasser heiß her geht. Auch Helfer werden noch gesucht.

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12. Januar 2018, 15:27 Uhr

Kiel | Sportlicher Wettkampf, Entwicklung und Inklusion. Noch rund vier Monate – dann fällt in Kiel der Startschuss zu den Special Olympics (SOD). Es ist das bundesweit größte Sportevent für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Vom 14. bis 18. Mai 2018 steht die Landeshauptstadt als Gastgeberin der nationalen Spiele im Fokus.

Special Olympics ist die weltweit größte, vom IOC anerkannte, Sportorganisation für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. In Deutschland gibt es 14 Landesverbände. Bundesweit trainieren mehr als 40.000 Athleten in 1100 Mitgliedsorganisationen, insbesondere in Werkstätten, Einrichtungen und Schulen. SOD entsendet regelmäßig Delegationen zu Special Olympics-Weltspielen.

In insgesamt 19 Sportarten werden sich in Kiel mehr als 4000 Athleten aus ganz Deutschland in sportlichen Wettkämpfen messen.. Und die Planungen laufen auf Hochtouren. Nun stehen auch die Spielstätten in Kiel fest, die im Frühjahr Schauplatz der sportlichen Wettbewerbe sein werden. Einzig der Austragungsort der Radrennen ist noch offen. Der Eintritt zu den Wettbewerben wird frei sein. 

Sportstätten SOD 2018

Die Spiele in Kiel werden unter besonderen Voraussetzungen stattfinden, sagte der Leiter des Organisationsbüros, Alexander Fuchs, gegenüber shz.de. „Der SOD strebt eine Bewerbung für die Weltspiele 2023 mit Berlin als Austragungsort an. Kiel wird daher besonders im Fokus stehen.“

Fuchs hoffe zudem, dass die Special Olympics in Kiel die Aufmerksamkeit für die Athleten erhöhen und bessere Zugang-, Wahl- und Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung am gesellschaftlichen Bereich Sport geschaffen werden, damit auch den Landesverband zu stärken.

Die Handballprofis Steffen Weinhold und Rune Dahmke unterstützen die Veranstaltung als „Gesichter der Spiele“ zusammen mit drei Special Olympics-Athleten – Leichtathletin Michaela Harder, Fußballer Pierre Petersen und Basketballspieler Christoph Bertow.

Michaela Harder ist eine von drei Athleten mit Handicap, die zusammen mit den Handballprofis Steffen Weinhold (r.) und Rune Dahmke die Gesichter der Special Olympics in Kiel sind.
Foto: ckb/Archiv
Michaela Harder ist eine von drei Athleten mit Handicap, die zusammen mit den Handballprofis Steffen Weinhold (r.) und Rune Dahmke die Gesichter der Special Olympics in Kiel sind.
 

Neben den Sportlern werden unter anderem auch rund 1700 Trainer und Betreuer, 2200 freiwillige Helfer, 500 Offizielle sowie fünf ausländische Delegationen erwartet. Angeboten wird zudem ein Wettbewerbsfreies Angebot für bis zu 2500 Aktive pro Tag. Insgesamt erwartet Kiel also rund 13.000 Teilnehmer und hofft auf zahlreiche Besucher.

SOD ist deshalb auch weiterhin auf der Suche nach freiwilligen Helfern. „Wir würden uns freuen, wenn noch viele Kieler und Menschen aus dem Umland Lust haben, ein Teil dieser einzigartigen Veranstaltung zu werden“, so Fuchs. Noch bis zum 31. Januar 2018 sind Online-Anmeldungen möglich.

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und möglichen Aufgabenfeldern können ebenfalls auf der Homepage von SOD eingesehen werden. Auch Helfer mit geistiger Behinderung sind willkommen. Helfer mit und ohne Behinderung bilden dann zusammen jeweils ein Tandem.

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