Umstrittenes Putin-Foto : Skurriler Twitter-Streit zwischen „Bild“-Chef und Lothar Matthäus

Die Nähe zwischen Putin und Matthäus sorgt für Kritik.
Die Nähe zwischen Putin und Matthäus sorgt für Kritik.

Die Fußball-Legende posiert mit Russland-Präsident Wladimir Putin – Prompt folgt eine „Bild“-Reaktion.

shz.de von
09. Juli 2018, 12:21 Uhr

Moskau | Während der Fußball-Weltmeisterschaft ist Lothar Matthäus, seines Zeichens Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, stets präsent. Nun tauchte ein Foto auf, auf dem unter anderem Matthäus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin posiert.

Laut „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt lässt Matthäus „wissentlich und freiwillig einen Mörder und zynischen Verächter des Sports in seinem Glanz erstrahlen.“ In seinem Kommentar schießt sich Reichelt auf Matthäus ein. Unter anderem bezeichnet der Journalist den Weltmeister als „Entschuldiger einer Mordmaschinerie“.

Harsche Worte in Richtung des 57-Jährigen, der unter anderem eine Kolumne für die „Bild“-Zeitung schreibt. Und seine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Auf einen Tweet mit der Überschrift „Matthäus sollte keine blutigen Hände schütteln“ antwortet der Ehrenspielführer kommentarlos mit einem Foto aus dem Jahr 2016, auf dem Putin zusammen mit Ex-Chefredakteur Kai Diekmann und dem Politik-Chef Nikolaus Blome zu sehen ist.

Die Reaktion von Matthäus schlägt in den sozialen Netzwerken hohe Wellen – zahlreiche Nutzer gratulieren ihm. Danach twitterte der Ex-Kicker zu den Vorwürfen gegen seine Person: „Politik und Sport lassen sich nicht trennen, aber für uns Sportler zählt nur der friedliche und faire Wettkampf.“ Und weiter: „Die Menschen in Russland haben eine fantastische WM organisiert und zeigen der Welt ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit, dafür gebührt ihnen Dank! Diesen Dank habe ich ausgesprochen.“

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