Falsche Karte : Schiedsrichter-Boss Fröhlich kritisiert Entscheidung beim Supercup

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hätte Mats Hummels mit Rot vom Platz gestellt. Foto: dpa/Arne Dedert
Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hätte Mats Hummels mit Rot vom Platz gestellt. Foto: dpa/Arne Dedert

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hat den Schiedsrichtern des Supercups eine Fehlentscheidung attestiert.

shz.de von
13. August 2018, 21:22 Uhr

München/Frankfurt | Beim 5:0 des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt hatte Bayern-Verteidiger Mats Hummels Mijat Gacinovic am Sonntag als letzter Mann von den Beinen geholt, dafür von Fritz aber nur die Gelbe Karte gesehen. Das kritisierte Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich.

Fehlentscheidung

"Die korrekte Entscheidung wäre, dass Mats Hummels mit Rot des Feldes verwiesen wird. Wenn der Schiedsrichter hier nur Gelb zeigt, dann ist der Video-Assistent normalerweise bei diesem klaren Sachverhalt gefordert, dem Schiedsrichter mitzuteilen, dass das Bildmaterial für einen Feldverweis spricht", sagte Fröhlich in einem kurzen am Montagabend auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlichten Interview. Der 60-Jährige ist sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter des DFB.

Video-Assistent griff nicht ein

Hummels selbst sagte nach dem Sieg, er hätte sich über Rot "für eine Notbremse nicht beschweren können". Video-Assistent Bastian Dankert griff in dieser Szene beim Spielstand von 2:0 ebenso wenig ein wie nach 70 Minuten bei einem rot-würdigen Ellbogencheck von Frankfurts David Abraham gegen Robert Lewandowski. Dazu sagte Fröhlich: "Da die Ausholbewegung nicht so extensiv ausgeführt wird, zeigt der Schiedsrichter Abraham die Gelbe Karte. Der Video-Assistent greift hier nicht ein, wenn der Schiedsrichter die Situation für sich auf der Basis einer schlüssigen Wahrnehmung so bewertet hat."

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